Das Schicksal einer Künstlerin wird zum Theaterinhalt

08.08.2019 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Therese Zauser war als Tänzerin auf der ganzen Welt unterwegs. Ihre Lebensgeschichte wird in ein multimediales Theaterprojekt verwandelt. WALK TANZTHEATER

Das Walk Tanztheater greift die bewegte Lebensgeschichte der Feldkircherin Therese Zauser auf.

Feldkirch Eine Tänzerin reiste um die ganze Welt und wurde schließlich in einem Konzentrationslager ermordet. Die Lebensgeschichte der Feldkircherin Therese Zauser (1910-1942) wird im Rahmen des neuen Stücks „Bin noch in Tanger und darf nicht reisen. Therese“ von Brigitte Walk aufgegriffen.

Dramatische Wendungen

Therese Zauser wurde 1910 als jüngstes von drei Kindern in Feldkirch geboren. Mit 19 Jahren kehrte sie Vorarlberg den Rücken und starte als Artistin und Tänzerin durch. Als Variete-Künstlerin bereiste sie Afrika, den Orient und zahlreiche Mittelmeerländer. Ab dem Jahr 1939 trat sie hauptsächlich in Lissabon auf. Aus unbekannten Gründen wurde sie aus Portugal ausgewiesen und musste nach Deutschland reisen. Die nationalsozialistische Machtergreifung hatte auch Auswirkungen auf das Leben der Tänzerin. „Manchmal ist hier auch Fliegeralarm und mir ist bange ums Herz“, schrieb sie in einem Brief an ihren Bruder Karl. 1941 wurde sie von der Geheimen Staatspolizei festgenommen, noch im selben Jahr brachte man sie ins Konzentrationslager Ravensbrück. Dort wurde sie am 11. Februar 1942 ermordet.

Multimediale Aufarbeitung

Die Lebensgeschichte der Tänzerin wird von einer Schauspielerin und einem Schauspieler nachgespielt. Der Text wurde von der Autorin Nadine Kegele (39) aus Bludenz geschrieben. Junge Videokünstler erstellten fünfminütige Filme an Orten, an denen Zauser aufgetreten ist. Die Streifen wurden unter anderem in Jerusalem, Tunis und Marokko gedreht. Im Rahmen des Stücks wird immer wieder auf die Filmsequenzen Bezug genommen.

Die Premiere findet am 5. Oktober im Monforthaus Feldkirch statt: www.walktanztheater.com