Nicht nur der Pool war bis zum Rand gefüllt

Kultur / 12.08.2019 • 19:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Programm war breit gefächert. Bands wie Oehl und Kodaline überzeugten.  Matthias RHomberg/EVA Sutter
Das Programm war breit gefächert. Bands wie Oehl und Kodaline überzeugten.  Matthias RHomberg/EVA Sutter

Die Bilanz der 26. Ausgabe des Poolbar-Festivals fällt sehr positiv aus.

Feldkirch Sag niemals nie, dachten sich wohl auch die Veranstalter des Poolbar-Festivals. Mit dem Raumfahrtprogramm und dem dritten Open-Air „Poolbar auf der Wiese“ wurden zwei Mammutprojekte von den 120 Mitarbeitern gestemmt. Das Gesamtkonzept ist aufgegangen. Nicht umsonst suchten innerhalb von sechs Wochen rund 25.000 Besucher das Festivalgelände im Reichenfeld-Areal auf. Der Pool im Alten Hallenbad war an zahlreichen Abenden bis zum Rand gefüllt.

Auch wenn es wie aus Kübeln regnete, die Besucher blieben staubtrocken und konnten ihre Drinks unter Dach genießen. Die riesige Holzterrasse samt Aussichtsplattform bewährte sich als Wohnzimmer unter freiem Himmel. Insgesamt wurden 40 Kubikmeter heimisches Fichtenholz verbaut. Die Veranstalter dachten mit, Getränkebecher gab es nur gegen Pfand, das Essen war regional und das Programm für alle Generationen ausgelegt.

Wichtige Innovation

Die Einführung des Raumfahrtprogramms stellte die größte Innovation in diesem Jahr dar. Die Veranstaltungen wie Vorträge, Filmevorführungen oder Diskussionen fanden nicht nur im Alten Hallenbad, sondern an mehreren Standorten in Vorarlberg statt. Das neu designte „Poolbarcar“ wurde mit einer Bar inklusive Dach ausgestattet und begleitete die vielfältige Programmschiene. „Das Raumfahrtprogramm war ein gewagtes Experiment, ist aber wunderbar aufgegangen. Es hat uns und vielen Interessierten zahlreiche spannende Diskurse beschert und schöne Orte entdecken lassen“, freut sich Geschäftsführer Herwig Bauer. Das Programm wird nächstes Jahr fortgesetzt.

Am letzten Poolbar-Wochenende überzeugte der Regensburger Sebastian Eggerbauer als Telquist. Der 23-Jährige erinnerte an eine junge Version von Milky Chance und begeisterte das Publikum mit seinen eingängigen Songs. Die bekannte irische Rockband Kodaline brachte die Zuhörer mit ihren Charthits „Brother“ und „Head Held High“ zum Mitsingen. Heuer fanden 75 Konzerte statt. Zum Line-up gehörten unter anderem Triggerfinger, Mighty Oaks, Xavier Rudd und Tove Lo. In Feldkirch standen nicht nur internationale Superstars auf der Bühne, auch Newcomer-Bands legten großartige Auftritte hin. Mit der österreichisch-isländischen Musikgruppe Oehl und der oberösterreichischen Elektroband-Band Naked Cameo traten hartnäckig gute Musiker auf. Rund 3000 Festivalgäste erfreuten sich am Auftritt von Bilderbuch beim Open-Air „Poolbar auf der Wiese“.

„Die Poolbar-Saison 2019 war in Summe ein großer Erfolg, und auch die wetterbedingte Absage eines Jazzbrunchs wird nichts daran ändern, dass wir den Sommer 2019 in bester Erinnerung behalten werden“, sagt Herwig Bauer. Es stimmt fast ein wenig traurig, die Sonne steht tief, der Poolbar-Sommer ist vorbei und alles, was im Gedächtnis bleibt, sind durchzechte Nächte, unglaubliche Musik und die Vorfreude aufs nächste Jahr.