Dieser Altar ging durch mehrere Hände

Kultur / 14.08.2019 • 18:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Kristberger Flügelaltar stellt ein spätgotisches Kunstwerk dar. Dieter Petras
Der Kristberger Flügelaltar stellt ein spätgotisches Kunstwerk dar. Dieter Petras

Nach einigen Anläufen ist der Kristberger Flügelaltar zurück im Silbertal.

Kristberg Der Altar wurde im Jahr 1478 in einer Memminger Werkstatt errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts verkaufte der Pfarrer von Silbertal den Altar, um die Schulden zu tilgen, die beim Neubau der Pfarrkirche entstanden sind. Der Altar kam dann in den Kunsthandel. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde das Kunstwerk mehrmals bei Auktionen angeboten. Damals bemühte sich das Land Vorarlberg erfolglos um einen Rückkauf.

2015 wurde der Altar vom Auktionshaus Neumünster in München versteigert. Das Vorarlberg Museum konnte das Werk, mit der Unterstützung des Landes Vorarlberg und der Pfarre Silbertal, für 80.000 Euro ersteigern. Kunsthistoriker Bernd Konrad, Seniorwirt am Kristberg Adolf Zudrell, Pfarrer Peter Bitschnau und der Schrunser Gemeindearzt Johann Trippolt beteiligten sich an der aufwendigen Rückholung.

Im Jahr 2016 wurde der Altar im Atelier Arno Gehrer und Angela Kaufmann in Bregenz restauriert. Im gleichen Jahr erschien auch die Schriftenreihe „Der Kristberger Flügelaltar“ von Michael Kasper und Andreas Rudigier, die mittlerweile in der 2. Auflage vorliegt. Im Rahmen einer kleinen Feier wird der Altar am 25. August in der Agatha-Kapelle übergeben. VN-MIR

Übergabe am Sonntag, 25. August, um 10 Uhr in der Kapelle St. Agatha, Führungen am 25. August und 29. September