Filmfestival Locarno als Trendsetter

14.08.2019 • 16:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Till Lindemann, lead vocalist of the band Rammstein, performs on stage of the HDI-Arena stadium in Hanover, northern Germany, during a concert of the band's

Till Lindemann, lead vocalist of the band Rammstein, performs on stage of the HDI-Arena stadium in Hanover, northern Germany, during a concert of the band’s „Europa Stadion Tour“ on July 2, 2019. (Photo by Christophe Gateau / DPA / AFP) / Germany OUT

Locarno Menschen, die beim Zähneputzen plötzlich singen, Leute, die auf einem Fahrrad in die Wolken schweben, oder Geister Verstorbener, die selbstbewusst durch die Welt streifen: In vielen Filmen des 72. Internationalen Filmfestivals Locarno sind das Selbstverständlichkeiten. Hier gibt die Fantasie den Ton an. Die neue künstlerische Leiterin Lili Hinstin verfolgt das Motto: „Mir gefallen Filme, die anders sind.“ Und Trends sind in Locarno tatsächlich auszumachen. Der entscheidende: Das junge Kino ist auffallend politisch engagiert. Offenkundig beunruhigt von der weltweiten Bedrohung der Demokratie durch populistische und reaktionäre Kräfte, kritisieren viele Filme, von Feindbildern geprägte Weltentwürfe, plädieren für Offenheit und Respekt. Die Jury vergibt ihre Preise am Samstagabend im Rahmen einer Open-Air-Gala vor bis zu 8000 Zuschauern.