Klingende Wolfsjagd auf der Schulwiese

Kultur / 16.08.2019 • 18:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Rahmen von Klassik Krumbach kommen auch die jungen Musikfreunde nicht zu kurz. „Peter und der Wolf“ kam bei den zahlreichen Zuhörern sehr gut an. VN/SAMS

Bei Klassik Krumbach wurde ein musikalisches Märchen aufgeführt.

Krumbach Es gibt die Geschichten, die fast jeder kennt, dazu gehört das Stück „Peter und der Wolf“ von Sergeij Prokofjew. Am Freitagnachmittag wurde das Musikmärchen beim Festival Klassik Krumbach aufgeführt. Nahezu 150 Kinder machten es sich auf der Schulwiese bequem und lauschten aufmerksam der spannenden Geschichte. Die zahlreichen Begleitpersonen fieberten ebenfalls intensiv mit.

VN/SamsAm Freitagnachmittag fanden sich nahezu 150 Kinder auf der Schulwiese ein.
VN/SamsAm Freitagnachmittag fanden sich nahezu 150 Kinder auf der Schulwiese ein.

Weltbekannt und gut verpackt

Prokofjews Stück wurde 1936 das erste Mal in Moskau aufgeführt und zählt weltweit zu den meist gespielten Werken. Der russische Musiker verfolgte das Ziel, Kindern die Instrumente eines Orchesters spielerisch näherzubringen. Die Geschichte dreht sich um den mutigen Jungen Peter, der mit seinem Großvater am Rande eines Waldstücks wohnt. Peters Freunde sind der Vogel, die Ente und die Katze. Eines Tages vergisst er das Gartentor zu schließen und ein hungriger Wolf verspeist die Ente. Schlussendlich gelingt es Peter mit Hilfe seiner Freunde, das Raubtier einzufangen und in den Zoo zu bringen.

Schauspieler Julian Sark schlüpfte in die Rolle des Erzählers. VN/SAMS
Schauspieler Julian Sark schlüpfte in die Rolle des Erzählers. VN/SAMS

„Durch das Konzert konnten wir einen spielerischen Zugang zur Welt der Klassik bieten. Unser Ziel ist es, die Freude an der Musik weiterzugeben“, erklärt Festivalleiterin Natalia Sagmeister. Erzählt wurde die Geschichte von dem Dornbirner Schauspieler Julian Sark, der heuer bei der Krimiserie Tatort mitspielte. Mit viel Geschick gelang es ihm, die jungen Zuhörer bei Laune zu halten. Das anspruchsvolle Programm war gut verpackt. Jede Figur wurde durch ein Instrument repräsentiert. Alja Velkaverh (Flöte) verkörperte den Vogel, Matias Piñera (Horn) den Wolf, Thomas Hecker (Oboe) die Ente, Alex Ladstätter (Klarinette) die Katze und Romain Lucas (Fagott) den Großvater. Die aufmerksamen Kinder hatten sehr viel Spaß und beteiligten sich aktiv an den Geschehnissen. „Zum Glück ließ sich Peter nicht einschüchtern, sonst hätte der Wolf auch noch den Vogel und die Katze gefressen“, kommentierte Jonas (6) aus Hittisau. „Ich bin froh, dass es sich um ein Märchen handelt und der Wolf in Wirklichkeit in freier Wildbahn leben darf. Die Musik hat mir sehr gut gefallen“, freut sich Klara (7) aus Bregenz. Einmal mehr zeigt sich, dass man auch junges Publikum für klassische Musik begeistern kann. Am Schluss gab es großen Applaus, zufriedene Besucher und für jedes Kind eine Kugel Eis. 

VN/SAMSDas Festival Klassik Krumbach läuft noch bis 18. August.
VN/SAMSDas Festival Klassik Krumbach läuft noch bis 18. August.

Viel Abwechslung

„Am Samstag wird ein kontrastreiches Programm geboten. Die Pfarrkirche in Krumbach verfügt über eine fantastische Akustik“, sagt Sagmeister. „Es freut uns, wenn wir die glücklichen Gesichter unserer Gäste sehen“, ergänzt ihr Bruder Alex Ladstätter. Im Rahmen des Konzerts „Klassik in der Kirche“ werden Werke von Antonín Dvorák, Alexander von Zemlinsky und Nino Rota gespielt. Beim Matinée am Sonntag im Pfarrsaal stehen Stücke von Mozart, Schulhoff und Spohr auf dem Programm.

Am Samstag 17. August, um 19:30 Uhr Klassik in der Kirche. Matinée am 18. August im Pfarrsaal Krumbach. Weitere Programminfos unter: www.klassik-krumbach.at