Aus der Kulturszene

Kultur / 05.09.2019 • 18:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Favoriten in Venedig sind weiblich

Venedig Es könnte das Festival der Frauen werden. Im Wettbewerb der Filmfestspiele Venedig waren in den vergangenen Tagen zwar nur zwei Beiträge von Regisseurinnen zu sehen. Dennoch dominierten auch in den anderen Werken Geschichten über starke Frauen. Zu den Favoriten auf den Goldenen Löwen zählt „Ema“ des chilenischen Regisseurs Pablo Larraín: ein Werk über eine junge Frau, die sich nicht um Konventionen schert. Möglicherweise zeichnet die Jury mit der argentinischen Filmemacherin Lucrecia Martel als Präsidentin auch die Werke der beiden Regisseurinnen im Wettbewerb aus. Immerhin legte die Australierin Shannon Murphy mit ihrem Debüt „Babyteeth“ ein eigenwilliges Drama um eine krebskranke Jugendliche vor, während Haifaa Al Mansour in der deutschen Koproduktion „The Perfect Candidate“ den Kampf der Frauen in Saudi-Arabien um mehr Gleichberechtigung beleuchtete.

 

Neues Album von The Who

Berlin Nach einer Reihe von Konzerten mit Orchester bringen „The Who“ im November ihr erstes Studioalbum mit neuem Songmaterial seit 13 Jahren heraus. Wie die Plattenfirma Universal bei einer Party für Mitarbeiter und Medien in Berlin außerdem verlauten ließ, soll es schon im September eine Single-Auskoppelung geben. Die legendäre britische Band gilt neben Beatles, Rolling Stones, Beach Boys und Byrds als eine der wichtigsten der 60er und 70er Jahre.  The Who erfanden mit den Konzeptalben „Tommy“ (1969) und „Quadrophenia“ (1973) gewissermaßen das Genre der „Rockoper“ und beeinflussten wichtige Musiker wie The Clash, The Jam, Oasis oder Paul Weller.

 

Ars Electronica feiert Jubiläum

Linz Das Festival Ars Electronica feiert sein 40-Jahr-Jubiläum. Die Jubiläumsausgabe, die gestern eröffnet wurde, umfasst bis zum 9. September über 500 Einzelveranstaltungen zum Thema Künstliche Intelligenz und ihre Bedeutung für die Gesellschaft. In  den Themenausstellungen „Human limitations – limited humanity“ in der PostCity und in den Projekten der „CyberArts“-Ausstellung wird die Technologie kritisch hinterfragt und von den Medienkünstlern neue Nutzungsmöglichkeiten aufgezeigt. 

 

Albertina würdigt Maria Lassnig

Wien „Eine der größten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und mit Sicherheit die größte Künstlerin Österreichs“ – das ist Maria Lassnig wohl nicht nur nach Ansicht von Albertina-Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder. Die bisher größte Schau zu der 2014 verstorbenen Künstlerin zeigte heuer das Stedelijk Museum mit 250 Exponaten. Eine auf die Gemälde konzentrierte Version ist ab heute, Freitag, in der Wiener Albertina zu sehen. 78 Gemälde sind es, 21 davon stammen aus dem Bestand der Albertina, 28 kommen aus der Lassnig Stiftung, der Rest von 22 Leihgebern. Klaus Albrecht Schröder sprach am Donnerstag von einer „besonderen Glücksstunde“ für das Haus. In zwei Wochen eröffne man nach der Schau über Maria Lassnig die große Ausstellung zu Albrecht Dürer, eine Woche später Arnulf Rainer: „Das unter einem Dach zu zeigen, ist ein außergewöhnliches Erlebnis, das man genießen darf.“