Riesige Waldinstallation lenkt Blick auf Klimaschutz

Kultur / 05.09.2019 • 18:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bei dem Projekt wurden fast 300 bis zu 14 Meter hohe Bäume ins Stadion gestellt, die einen europäischen Mischwald darstellen. apa
Bei dem Projekt wurden fast 300 bis zu 14 Meter hohe Bäume ins Stadion gestellt, die einen europäischen Mischwald darstellen. apa

Klagenfurt 53 Birken, 30 Zitterpappeln, 27 Stieleichen, 27 Lärchen, 26 Waldföhren und noch weitere 136 Bäume machen aus dem Wörthersee-Stadion in Klagenfurt ein Umwelt-Mahnmal, das aktueller kaum sein könnte. „Es kommt so was von punktgenau“, sagte der Schweizer Projektinitiator Klaus Littmann  angesichts des Klimawandels, der Brandrodungen und des Waldsterbens. Die Kunstinstallation „For Forest“ stellt eine zentrale Frage: Ist der Wald bald nur noch als Schauobjekt wie in einem Museum zu bewundern? Das Bild der Bäume als Mini-Mischwald im Fußballrund werde um die Welt gehen, ist sich Littmann sicher. Das aus Anlass der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Klagenfurt errichtete Stadion mit Platz für 30.000 Zuschauer sei als Standort ein Glücksfall. Der Kontrast zwischen dem Glas, Stahl und Beton des Stadions und dem Wald sei besonders deutlich. „Es entsteht ein radikales Bild“, so Littmann. Verwirklicht hat das Projekt der Schweizer Landschaftsarchitekt Enzo Enea.

Bleistiftzeichnung

Das seit sechs Jahren geplante Projekt im Wörthersee-Stadion lehnt sich an die Bleistiftzeichnung des österreichischen Malers Max Peintner „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ an. Sie zeigt ein Stadion voller Zuschauer, die einen Wald betrachten. Peintner ist eine wichtige Figur der österreichischen Umweltbewegung. Am Sonntag wird „For Forest“ eröffnet, der Stadion-Wald kann bis Ende Oktober bei freiem Eintritt besichtigt werden.