Die großen Themen der Gegenwart

Kultur / 09.09.2019 • 19:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Multimediales Erzählen, Meinungsfreiheit und hoher Besuch auf Frankfurter Buchmesse.

Frankfurt am Main In fünf Wochen beginnt die Frankfurter Buchmesse. Mit rund 7500 Ausstellern aus 150 Ländern liege man in etwa auf Vorjahresniveau, sagte Buchmessen-Direktor Juergen Boos am Montag. Der Ticketvorverkauf laufe sogar besser als 2018, als man an fünf Messetagen mehr als 285.000 Besucher zählte. Ehrengast der Buchmesse ist Norwegen. Kronprinzessin Mette-Marit reist am Eröffnungstag mit einem „Literaturzug“ durch Deutschland und bringt namhafte Schriftsteller nach Frankfurt. Etwa 100 norwegische Autoren kommen auf die Buchmesse. Der Gastland-Auftritt steht unter dem Motto „Der Traum in uns“.

Kampagnen und Diskussionen

„Wie ein Brennglas bündelt die Frankfurter Buchmesse die großen Themen der Gegenwart“, so Boos. Eines dieser Themen: die Verteidigung der Meinungsfreiheit. Auf der Buchmesse gibt es dazu Kampagnen, Aktionen und Diskussionen. Die Buchmesse sei „eine internationale Plattform, für jeden, der was zu sagen hat“, sagte Boos.

Ein anderes Thema ist die Erweiterung des Erzählens: Audio und Bewegtbild bekommen mehr Raum, virtuelle Realität und künstliche Intelligenz werden breiter vorgestellt. Dafür wird das Frankfurter Festival „Biennale des Bewegten Bildes“ in den Messebereich „The Arts+“ integriert. Man wolle „die nächste Welle der technischen Entwicklung“ nicht nur darstellen, sondern aktiv mitgestalten, kündigten die Veranstalter an.

Unter dem Titel „Bookfest“ tritt die Buchmesse auch selbst als Veranstalter auf. 30 Veranstaltungen auf dem Messegelände und 50 in der Stadt sind geplant. „Wir wollen Autoren zum Anfassen in die Stadt bringen.“ Neu ist, dass Besucher am gesamten Publikumswochenende (19. und 20. Oktober) Bücher kaufen können. In den vergangenen Jahren durften die Verlage nur am Sonntag ihre Ware verkaufen.