Vorliebe für Uhu und Acryl

Kultur / 12.09.2019 • 16:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marco Spitzar überzieht seit mehr als 35 Jahren seine Kunstwerke mit dem flüssigen Klebstoff Uhu, der für eine besondere Tiefe sorgt. Studio Spitzar/Sams
Marco Spitzar überzieht seit mehr als 35 Jahren seine Kunstwerke mit dem flüssigen Klebstoff Uhu, der für eine besondere Tiefe sorgt. Studio Spitzar/Sams

Herbstausstellung in Lorünser Villa von Marco Spitzar und Alexander Waltner.

Bludenz Die Lorünser Villa in Bludenz hat ihre Tore für eine neue Kunstausstellung von Marco Spitzar (55) und Alexander Waltner (51) eröffnet. Unter dem Titel „unablässiges fragen zur dichte“ stehen die kommenden Wochen ganz im Zeichen des Uhuismus und collagenartiger Acrylbilder.

Bei der von Peter Niedermair kuratierten Schau werden aktuelle Werke der Künstler im geschichtsträchtigen Ambiente der im Jugendstil erbauten Villa ausgestellt. Dabei erhalten neben den Kunstliebhabern der Region auch Geschichtsinteressierte die Gelegenheit, das denkmalgeschützte Gebäude und seine Vergangenheit zu erkunden – und zwar aus der Perspektive zweier spannender Künstler. „Dass wir dieses besondere Bauwerk für unsere Ausstellung nutzen dürfen, ehrt uns sehr. Es erlaubt uns, die Lorünser Villa für alle erlebbar zu machen“, freut sich Spitzar.

Klebrige Flüssigkeit

„Diese zwei ganz unterschiedlichen künstlerischen Positionen, die gegensätzlicher kaum sein könnten, vereinen sich hier in Bludenz unter einem außergewöhnlichen architektonischen Rahmen“, ist Kulturstadtrat Christoph Thoma über die Ausstellung erfreut. Spitzar – bekannt für seine Vorliebe für Uhu – überzieht seit mehr als 35 Jahren viele seiner Arbeiten mit der klebrigen Flüssigkeit, die seinen Werken eine besondere Tiefe verleiht. Im Gegenüber steht sein Künstler-Kollege Alexander Waltner, der farbenfrohe, collagenartige Acrylbilder präsentiert. Diese setzen sich mit verlorener Zeit und üppiger Fülle auseinander. Die Kunstwerke der beiden finden sich im kompletten ersten und zweiten Stock des Gebäudes wieder.

Die Ausstellung „unablässiges fragen zur dichte“ wird von einem Rahmenprogramm wie einer Künstlerführung, Workshops für Kinder, einer Lesung mit Alexander Waltner oder einem Jazzapero mit Peter Madsen und Yolanda Vera begleitet.

Alexander Waltner zeigt farbenfrohe, collagartige Acrylbilder.

Alexander Waltner zeigt farbenfrohe, collagartige Acrylbilder.

Dauer der Ausstellung: bis 5. Oktober. Öffnungszeiten: Mi.–Fr. 17–21 Uhr, Sa. 10–24 Uhr, So. 12–16 Uhr. Programm unter: loruenservilla.com