Aus der Kulturszene

Kultur / 18.09.2019 • 18:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Auch „Die betenden Hände“ Albrecht Dürers sind zu sehen. apa

Kulturpreis ohne Placido Domingo

Wien Der spanische Sänger Placido Domingo (78) wird heuer doch nicht mit dem Europäischen Kulturpreis geehrt. Bei der für den 20. Oktober in der Wiener Staatsoper vorgesehenen Gala steht er zwar noch auf der Gästeliste – eine Auszeichnung wird der mit Belästigungsvorwürfen aus seiner Vergangenheit konfrontierte Sänger jedoch nicht erhalten. „Domingo und das Europäische Kulturforum haben gemeinsam entschieden, die Auszeichnung auf den 3. Oktober 2020 in Bonn zu verschieben“, so Annett Reeder als Geschäftsführerin des Veranstalters. Dagegen wurde am Mittwoch mit dem Bariton Thomas Hampson ein weiterer Preisträger enthüllt. 

 

Albertina zeigt Dürers Meisterwerke

Wien Die Albertina in Wien startet mit einer großen Ausstellung zu Albrecht Dürer (1471-1528) in den Herbst. Ab Freitag zeigt das renommierte Museum rund 200 Werke des Nürnbergers und erlaubt dabei einen tiefen Blick in das Atelier des Renaissance-Künstlers. „Die Frische des ersten Blicks, die hatte er, und die hat er sich auch erhalten“, sagte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder in Wien. An Dürer könne man lernen, wie eine Betrachtung ohne Vorurteile und Einordnungen funktioniere – damit sei sein Werk auch heute noch sehr aktuell. Die Albertina ist selbst Besitzerin der größten Dürer-Sammlung weltweit, zuletzt widmete das Museum dem Ausnahmekünstler 2003 eine eigene Ausstellung.

 

500 Künstler auf der viennacontemporary

Wien 110 Galerien, mehr als 500 Künstler aus 26 Ländern und vier Messetage: In einer Woche eröffnet die viennacontemporary in der Marx-Halle in Wien. Die internationale Messe für zeitgenössische Kunst, heuer vom 26. bis 29. September, übt sich unter der neuen künstlerischen Leiterin Johanna Chromik in der „Konzentration auf die Stärken“ des Formats, erklärte sie am Mittwoch in Wien. Dazu zählt der starke Fokus auf Kunst aus dem osteuropäischen Raum – etwa ein Drittel der ausstellenden Galerien kommt aus CEE-Ländern – genauso wie die Einbindung der Wiener, insbesondere der jungen Wiener Szene. Mit diesem Profil habe man sich unter die wichtigsten zeitgenössischen Messen der Welt mischen können.