Christoph Bertsch öffnet die Sammlung der Kunst-Uni

Kultur / 27.09.2019 • 19:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Titel der Ausstellung in Tirol bezieht sich auf eine Arbeit des Vorarlberger Künstlers Flatz. Museum
Der Titel der Ausstellung in Tirol bezieht sich auf eine Arbeit des Vorarlberger Künstlers Flatz. Museum

Innsbruck Die Tiroler Landesmuseen stellen im Ferdinandeum unter dem Titel „Schönheit vor Weisheit“ unter anderem wissenschaftliche und künstlerische Exponate einander gegenüber und wollen damit einen Dialog zwischen Künstlern und Wissenschaftern forcieren. Die Universität Innsbruck zeigt der Öffentlichkeit nicht immer bereitwillig das, was sie hat und besitzt. Exakt das bedauerte einer der Kuratoren der Ausstellung, Christoph Bertsch: „Die Universität hat Sammlungen, die niemand kennt, manchmal nicht mal die Institute selbst“, meinte dieser etwas scherzhaft. Dass ebenjene jetzt endlich im Museumskontext sichtbar werden und sogar noch einen spannenden Dialog mit Werken aus dem Bestand der Tiroler Landesmuseen eingehen, begrüßte er ausdrücklich.

Als „Dialog“ zu verstehen

Dieser Zusammenkunft der beiden sonst oft getrennten Welten, die laut Bertsch explizit als ein „Dialog“ verstanden werden soll, der nicht immer zu Antworten führt, hat man in 14 Räumen viel Platz gegeben. Im ersten Raum trifft man etwa auf die Installation „Sechs Gespräche“, filmisch in Szene gesetzt von Daniel Pöhacker, in dem Wissenschafter und Künstler an akademischen und wissenschaftlichen Orten ins Gespräch kommen. Flankiert werden diese Kurzfilme beispielsweise von Werken des Künstlers Heinz Gappmayr. Werke aus dem 17. Jahrhundert korrespondieren später mit einer mächtigen Skulptur des zeitgenössischen Künstlers Thomas Feuerstein, die den Titel „FUTUR II“ trägt. Durch ihre räumliche und optische Präsenz lässt sie die umliegenden historischen Gemälde beinahe zum Beiwerk werden. Aus einer Arbeit des Vorarlberger Künstlers Flatz leitet sich der Titel der Schau ab und gleich mehrere Räume sind Lois Weinberger gewidmet.

Die Ausstellung „Schönheit vor Weisheit“ ist bis 1. März 2020 im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck geöffnet: www.tiroler-landesmuseen.at