Neu im Kino: Spannendes Märchendrama über Hass und Liebe

Kultur / 16.10.2019 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum zweiten Mal schlüpft Hollywoodstar Angelina Jolie in die Rolle der gefürchteten Zauberin. ap/disney

In „Maleficent – Mächte der Finsternis“ sind böse, magische Kräfte am Werk.

Abenteuer Wenn sich die Eltern eines Brautpaares zum ersten Mal treffen, kann das ziemlich anstrengend werden, denn nicht immer sind sich die Familien sympathisch. Warum sollte es im Märchen anders sein? Vor allem, wenn die Braut Aurora ist, die Patentochter der dunklen Fee Maleficent, und nichts weniger auf dem Spiel steht, als die Herrschaft über das magische Reich der Moore. Zum zweiten Mal schlüpft Hollywood-Star Angelina Jolie in die Rolle der gefürchteten Zauberin, die in Wahrheit sehr empfindsam ist. Doch mit Freundlichkeit kommt sie nicht weiter. In „Maleficent – Mächte der Finsternis“ sind böse, magische Kräfte am Werk, die nicht nur das Glück von Aurora und ihrem Prinzen, sondern das ganze Reich der Elfen, Feen und Kobolde zu vernichten drohen. Der erste Teil „Maleficent – Die dunkle Fee“ von 2014 war angelehnt an das Märchen „Dornröschen“. Der Film erzählte, wie die böse Fee so rachsüchtig wurde. Wie sie die kleine Prinzessin Aurora erst verfluchte, sich dann aber von der Güte und Fröhlichkeit des Kindes anstecken ließ. Auch die Fortsetzung ist kein rosa Glitzer-Traum für kleine Mädchen. Aurora ist inzwischen die Königin der Moore. Wenn sie Prinz Philip heiratet, vereint sich ihr Land mit dem Königreich Ulstead. Die Feen des Moores misstrauen dem Frieden, haben die Menschen ihnen doch schon viel geschadet. Doch Aurora zuliebe stimmen sie der Ehe zu, mit schlimmen Folgen.

Jolie lässt sich mit Inbrunst auf ihre Rolle ein, die von widersprüchlichen Gefühlen gezeichnet ist: Wut und Schmerz, Hass und Liebe. Halt gibt ihr der Feenkrieger Conall, gespielt von Chiwetel Ejifor. Auch wenn er im Untergrund lebt, glaubt er fest an eine Versöhung zwischen beiden Welten. Schade, dass die Figur des Prinzen (Dickinson) etwas blass wirkt. Auch Ellen Fanning als Aurora könnte selbstbewusster sein. Schließlich ist sie die Königin der Moore. Dass sie ihrer fiesen Schwiegermutter die Stirn bieten kann – kaum vorstellbar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Michelle Pfeiffer (61) die intrigante Königin Ingrith spielt. Sie ist mit Begeisterung dabei: „Es macht Spaß, einen Bösewicht zu spielen.“

Maleficent – Mächte der Finsternis

Regie: Joachim Roenning

Darsteller: Angelina Jolie, Elle Fanning, Michelle Pfeiffer, Chiwetel Ejiofor, Sam Riley, Imelda Staunton, Juno Temple

Start: 18. Oktober