Lukas Bärfuss: Nazi-Gedankengut ist nie weg gewesen

Kultur / 03.11.2019 • 18:23 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Darmstadt Der neue Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss hat vor einem Vergessen der Nazi-Diktatur und des Holocaust gewarnt. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. „Es bleibt die Aufgabe meiner Generation, die Erinnerung lebendig zu halten“, sagte der 47 Jahre alte Schweizer Schriftsteller und Dramatiker am Samstag bei der Preisverleihung in Darmstadt. „Wer den letzten Krieg vergisst, der bereitet schon den nächsten vor.“ Erinnerung sei Voraussetzung, um nicht zu vergessen, sagte Bärfuss. Nazis und ihr Gedankengut seien nicht plötzlich wieder da, sagte er. Sie seien überhaupt nie weg gewesen.

Sein Werk umfasst Romane wie „Hundert Tage“, Essays und Theaterstücke wie „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“.