Machtmissbrauch in Erl und seine weiteren Folgen

Kultur / 15.11.2019 • 22:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Erl Vom Stiftungsvorstand der Tiroler Festspiele Erl wird es keine offizielle Entschuldigung, wie von fünf betroffenen Künstlerinnen in einem Offenen Brief gefordert, geben. „Entschuldigen muss sich der, der es getan hat“, sagte Landesrätin Beate Palfrader. Sie weise zurück, dass jahrelanger Machtmissbrauch bei den Festspielen einfach geduldet worden sei, und sie habe auch niemals die Glaubwürdigkeit der Künstlerinnen infrage gestellt, meinte die Landesrätin.

Als im Juli des vergangenen Jahres erstmals nicht-anonymisierte Vorwürfe öffentlich wurden, habe man reagiert, indem man Gustav Kuhns Funktion als künstlerischer Leiter ruhend gestellt habe. „Ich war und bin bestürzt und zutiefst betroffen von dem, was passiert ist. Ich bedaure, dass ich es nicht früher gewusst habe, weil dann hätte ich auch früher reagiert“, so die Landesrätin. „Ich bewundere den Mut der Künstlerinnen“, sagte Palfrader. Sie hoffe, dass die Frauen Vorbild für andere Frauen in ähnlichen Situationen sein können.