Stararchitekt und Karikaturist Gustav Peichl 91-jährig gestorben

Kultur / 18.11.2019 • 18:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Als Karikaturist kommentierte Peichl jahrzehntelang politisches Geschehen.

Als Karikaturist kommentierte Peichl jahrzehntelang politisches Geschehen.

Wien Er gehörte zu den prägenden Architekten Österreichs der Nachkriegszeit und als „Ironimus“ zu den prominentesten Karikaturisten: Nun ist Gustav Peichl am Sonntag  im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheit in seinem Haus in Wien-Grinzing gestorben, wo er seit 1962 lebte. Damit verliert die Architekturwelt einen ihrer kreativsten Proponenten.

Zu den zentralen Arbeiten des Architekten Peichl gehören die ORF-Landesstudios, das neue Haus der Kammerspiele München, die Bundeskunsthalle Bonn, die Erweiterung des Städel Museums in Frankfurt, die Burgtheater-Probebühne im Arsenal, die Erdefunkstelle Aflenz und nicht zuletzt das 2001 eröffnete Karikaturmuseum in Krems mit dem Ironimus-Kabinett. Hier schloss sich der Kreis zur zweiten Passion des am 18. März 1928 in Wien geborenen Peichl, der zeit seines Lebens mehr mehr als 12.000 Karikaturen und 30 Bücher veröffentlichte. Bis zuletzt war er als Karikaturist aktiv, unter anderem brachte er erst im August im Amalthea-Verlag das Buch „Offene Geheimnisse“ mit späten Zeichnungen und Collagen heraus. Im Olaf Gulbransson Museum in Tegernsee wurde Ende September die Einzelausstellung „Ironimus / Cartoons von 1948 bis 2018“ eröffnet, die bis Jänner 2020 läuft. Peichl hinterlässt drei Kinder und drei Enkelkinder.