Der Skyspace vom Arlberg ist auf diesen Reisen immer dabei

Kultur / 25.11.2019 • 13:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
FLORIAN HOLZHER

James Turrell präsentiert seine Lichtkunst in Südamerika. Wolfgang Häusler hat die Schau mitorganisiert.

Christa Dietrich

Mexiko-Stadt, Lech Schon bevor der Skyspace in der Arlbergregion im September letzten Jahres eröffnet wurde, waren Pläne und Ansichten der Installation, dieser Lichtbeobachtungsstation, in einer großen Ausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden präsent. Die Arbeiten, die einem Malen mit changierendem Licht entsprechen, die das Sehen neu erfahrbar machen, wurden zum Anziehungspunkt.

Der aus Vorarlberg stammende Galerist Wolfgang Häusler mit dem Künstler James Turrell vor einer seiner Lichtinstallationen.  häusler

Mittlerweile erweist sich der Skyspace oberhalb von Lech, organisiert und zu 90 Prozent privat finanziert vom Verein Horizon Field, als Publikumsmagnet. Im ersten Jahr kamen über 25.000 Besucher. Wie Vereinsobmann Otto Huber im Gespräch mit den VN erläuterte, sind die Erwartungen bezüglich der Etablierung damit mehr als erfüllt worden. Besonders erfreulich sei es, dass die Menschen das Vermittlungsprogramm sehr gut annehmen. In der letzten Saison wurden über 100 Führungen angeboten, die jeweils ausgebucht waren. Huber geht davon aus, dass die kommende Wintersaison, die aufgrund der Lage des Bauwerks für die Organisatoren einige Beschwernisse mit sich bringt, wiederum sehr erfolgreich verlaufen wird. „Wir bekommen sehr viele positive Rückmeldungen von der Lecher Bevölkerung.“

Retrospektive in Mexiko

Wesentlich am Zustandekommen dieses Kunstprojektes beteiligt war auch die Galerie Häusler Contemporary, die vom Vorarlberger Wolfgang Häusler geleitet wird und Niederlassungen in München und Zürich betreibt.  Häusler hat nun auch die erste große Ausstellung von James Turrell (geb. 1943 in Los Angeles) in Südamerika begleitet. Bis 29. März nächsten Jahres sind unter dem Titel „Passages of Light“ mehrere Lichtinstallationen des renommierten Künstlers im Museu Jumex in Mexiko-Stadt zu erleben. Sie ist als umfangreiche Retrospektive angelegt und listet mit entsprechenden Dokumenten auch die bisher realisierten Skyspaces auf. Da jener in Oberlech zu den wenigen zählt, die, im unverbauten Gebiet angelegt, den Intentionen des Künstlers voll und ganz entsprechen, findet er entsprechende Erwähnung.