Vorweihnachtlicher Kunstrausch

Kultur / 29.11.2019 • 19:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Werke zum Mitnehmen, die gute Einblicke in die Szene bieten.

GÖFIS. Besinnlich? Von wegen. Seit das milK_resort in die Alte Göfner Sennerei gezogen ist, geht es in der Vorweihnachtszeit im ehemaligen Milchhüsle rauschig zu. Schuld daran ist „MiKuRa“: die Kurzversion von „milK‘s Kunst Rausch“ und etwas andere Mischung aus Weihnachtsausstellung und Kunstmarkt, die heuer schon ins gar nicht so verflixte siebte Jahr geht. Die Spielregeln zur letzten Ausstellung des Jahres in der Minikunsthalle sind bewährt und unverändert. Die vom milK_resort-Team Harald Gfader und Christine Lingg zum Adventsspiel eingeladenen Künstlerinnen und Künstler (in diesem Jahr sind es acht an der Zahl) dürfen maximal 24 + 1 Werke mitbringen, weil man ja schließlich den Adventskalender nicht, oder wenn, dann nur ganz wenig, übertrumpfen möchte. Festgelegt ist auch die Preisobergrenze der Kunstwerke mit maximal 350 Euro. Bezahlt wird in guter alter Manier bar und die Arbeiten dürfen nach dem Cash-and-carry-Prinzip auch gleich mitgenommen werden, was angesichts der überwiegend kleinen Formate kein Problem sein dürfte. Dass kleine Bildgrößen zwar einfacher zu transportieren, aber keineswegs einfacher zu bearbeiten sind, sondern im Gegenteil viel Präzision fordern, beweisen die ausgestellten Arbeiten. Mit Günter Bucher, Harald Grünauer, Emi R. Denk, Christian Geismayr, Harald Gfader, Ch. Lingg, Uta Belina Waeger und Irmgrad Welte ist die Mischung wieder bunt und zwischen leuchtend roten Weihnachtssternen an der Wand und auf Wandregalen adrett präsentiert. Beim Durchschauen und Durchblättern entdeckt man allerlei Interessantes, Raritäten wie ältere Arbeiten oder Ausreißer in der Produktion, aber auch ganz neue Serien, wie beispielsweise die Reihe „Krixi Kraxi“ von Günter Bucher, in der medizinisches Gerät aus alten Lehrbüchern auf malerisch-zeichnerische Elemente und Farbe trifft. Neben seiner Malerei zeigt auch Christian Geismayr neue grafische Werke und Emi R. Denk – die einzige Nicht-Vorarlbergerin in der Schau – ist mit farbstarken Pastell- und Buntstiftzeichnungen vertreten.

Menschen, Tiere

Ballons, Blätter, Seile und eine Schaukel sorgen auf den zarten Arbeiten von Ch. Lingg für schwebende Leichtigkeit, während Harald Gfader sich auch im kleinen Format im Umgang mit Material und Motiv nicht zurückhält. Uta Belina Waegers Auswahl changiert zwischen Zeichnung und Objekt und ist charakteristisch für ihr früheres Schaffen, das sich um Verhäutungen, um Draht, Kaffeesatz und andere gefundene Dinge dreht. In lebhaftem zeichnerischen Dialog stehen die Arbeiten von Harald Grünauer und Irmgard Welte. Ungewohnt klein, schwarz-weiß und von Mensch und Tier beseelt sind die Blätter von Grünauer, der derzeit mit einer 20-Meter-Zeichnung im Künstlerhaus zu sehen ist. Auch Irmgard Welte befasst sich mit Motiven wie Luchs oder Käfer, die sich nach Lexika-Vorlagen umsetzt und mit entsprechenden Textauszügen erweitert. Die Bleistiftzeichnungen der 74-Jährigen entstehen im ARTelier Vorderland der Lebenshilfe.

Pünktlich zum Kunstrausch erscheint ist auch die diesjährige milK_ressort-Edition erschienen, mittlerweile ebenfalls in bereits siebter Auflage. Gestaltet hat das aktuelle Blatt der Vorarlberger Künstler Rouven Dürr (1974), in Anlehnung an seine Tusche-Werkreihe „Schleifen“, in der sich weiche Formen, wie halbtransparente Bänder überlagern und verschlingen.

Eine Gruppe von acht Künstlerinnen und Künstlern ist heuer wieder dabei. Im Bild sind Arbeiten von Günter Bucher, Christian Geismayr und Harald Gfader.  AG
Eine Gruppe von acht Künstlerinnen und Künstlern ist heuer wieder dabei. Im Bild sind Arbeiten von Günter Bucher, Christian Geismayr und Harald Gfader.  AG

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