Da kann man was erleben

Kultur / 05.12.2019 • 19:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Sommerausstellung ist Stefan Sagmeister und Jessica Walsh gewidmet.

Die Sommerausstellung ist Stefan Sagmeister und Jessica Walsh gewidmet.

Vorarlberg Museum widmet sich 2020 den Themen Sicherheit und Schönheit.

Bregenz Mit einem großangelegten Fotoprojekt von Alfred Seiland (67) widmet sich das Vorarlberg Museum kurz vor Jahreswechsel dem Römischen Reich. Die Ausstellung „Imperium Romanum“ im Atrium mit über 130 Fotografien beleuchtet die Frage, was vom römischen Weltreich übrig geblieben ist. Seit 2006 dokumentiert Seiland mit seiner Großformatkamera den Umgang mit römischen Bauten und stellt diese der Gegenwart gegenüber. Ergänzt wird die Schau durch Motive aus Vorarlberg, wie zum Beispiel dem Römischen Badehaus am Golfplatz in Rankweil.

„Erlebnisparcours“

Das neue Ausstellungsjahr wird am 19. Jänner mit einem Aushängeformat des Vorarlberg Museums eingeläutet. War das Gräberfeld in der ersten interaktiven Archäologieausstellung „Römer oder so …“ das zentrale Thema, dreht sich in „Weltstadt oder so?“ alles um das Zusammenleben in Brigantium im 1. Jahrhundert nach Christus. Als Basis dienen wissenschaftliche Erkenntnisse und archäologische Funde.

„Die 14 Nothelfer. Ein himmlisches Versicherungspaket“ im Atrium des Museums berichtet von Legenden und Darstellungen der 14 Nothelfer in Vorarlberg, die als eine Art Bündelversicherung in früheren Tagen fungierten. Diese Ausstellung bildet laut Museumsdirektor Andreas Rudigier den Auftakt zur ersten Sonderausstellung des Jahres, die sich unter dem Titel „Auf eigene Gefahr“ dem Thema Sicherheit widmet. Realisiert wird das Projekt, das als „Erlebnisparcours“ aufgebaut werden soll, in Kooperation mit der Landesversicherung anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens. „Es werden Themen gezeigt, die nicht nur zu sehen, sondern auch zu spüren sein werden“, gibt Rudigier einen Vorgeschmack.

Die Sommerausstellung richtet der in New York lebende Vorarlberger Grafikdesigner Stefan Sagmeister (57) aus, der 2011 das neue Logo für das Vorarlberg Museum entwarf. Nun wird er erstmals auch als Künstler vertreten sein. Die gefeierte multimediale Ausstellung „Beauty“, die Sagmeister mit Jessica Walsh realisierte, war bereits in Wiener MAK zu sehen. In der Schau im Vorarlberg Museum werden laut Rudigier auch 80 bis 100 Objekte aus der hauseigenen Sammlung integriert.

Das Jahr wird mit einer Ausstellung zur Vorarlberger Krippenbaukunst beendet. 19 Krippenbauvereine haben speziell für das Museum Weihnachtskrippen gebaut. Rudigier spricht von einem „besonderen Schatz“, den das Publikum zu sehen bekommt. Eine Vielzahl an Kooperationen mit Häusern wie Metzler hautnah oder dem Druckwerk Lustenau komplettiert das Programm.

Besucherzuwachs

Andreas Rudigier geht davon aus, dass das Museum 2019 mit rund 50.000 Besuchern ein Plus von etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen wird. 2018 war es laut Rudigier das schöne Wetter, das sich negativ auf die Besucherstatistik ausgewirkt hatte. Das dieses Jahr ein „gutes Jahr“ ist , sei auch den Zuwächsen an Sammlungsobjekten zu verdanken. VN-TAS

„Es werden Themen gezeigt, die nicht nur zu sehen, sondern auch zu spüren sein werden.“

Das Jahr 2020 wird mit einer Krippenausstellung beendet.

Das Jahr 2020 wird mit einer Krippenausstellung beendet.

Alfred Seiland präsentiert im Atrium die Fotoausstellung

Alfred Seiland präsentiert im Atrium die Fotoausstellung „Imperium Romanum“.

Jahresprogramm 2020

Alfred Seiland. Imperium Romanum

6. Dezember 2019 bis 16. Februar 2020 im Atrium

 

Weltstadt oder so? Brigantium im 1. Jh. n. Chr.

Eröffnung am 19. Jänner 2020

 

Die 14 Nothelfer. Ein himmlisches Versicherungspaket

6. März bis 24. Mai 2020 im Atrium

Auf eigene Gefahr

Sonderausstellung, 15. Mai 2020 bis Frühjahr 2022

 

Sagmeister & Walsh: Beauty

Sonderausstellung, 26. Juni 2020 bis 10. Jänner 2021

 

Weihnachtskrippen aus Vorarlberg

20. November 2020 bis 10. Jänner 2021