Länger als bis 2024 geht auch

Kultur / 13.12.2019 • 22:16 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Elisabeth Sobotka hat das Programm ausgeweitet und schätzt die Möglichkeiten auf den verschiedenen Bühnen in Bregenz. sams
Elisabeth Sobotka hat das Programm ausgeweitet und schätzt die Möglichkeiten auf den verschiedenen Bühnen in Bregenz. sams

Die nun erfolgte Vertragsverlängerung mit Elisabeth Sobotka verlief erwartungsgemäß.

Bregenz „Es läuft alles bestens, wir sind glücklich“, erfährt man von Hans-Peter Metzler. Nach einer sehr erfolgreichen Saison mit der Premiere von „Rigoletto“ auf dem See erweisen sich die Festspieltickets für das Jahr 2020 bereits als überaus begehrt. Das betrifft nicht nur das Freiluftspektakel, sondern auch die Oper „Nero“ von Arrigo Boito im Festspielhaus und mehrere Uraufführungen, darunter die Oper „Wind“ des Vorarlberger Komponisten Alexander Moosbrugger. Seit dem Sommer 2015 bestimmt Elisabeth Sobotka, die frühere Intendantin der Oper Graz, das Programm des großen Kulturunternehmens am Bodensee, und sie fährt damit Erfolge ein. In künstlerischer Hinsicht wie bezüglich der Akzeptanz beim Publikum. Vor wenigen Tagen wurde nun der bis 2022 laufende Vertrag mit Elisabeth Sobotka um weitere zwei Jahre bis 2024 verlängert.

Zehnjahresvertrag komplett

Warum diese kurze Zeit bzw. diese schrittweise Verlängerung? Sobotka hatte ursprünglich, wie es der formalrechtlichen Vorgehensweise entspricht, einen Fünfjahresvertrag unterschrieben. Eine Verlängerung im gleichen zeitlichen Ausmaß wurde ihr angeboten. Obwohl sie etwa in einem Interview mit den VN bestätigte, dass ihre Gedanken „nur um die Bregenzer Festspiele kreisen“, wollte sie vorerst nur für weitere drei Jahre unterschreiben. Nun ist der Zehnjahresvertrag komplett. Das heißt allerdings auch, dass die Bregenzer Festspiele in etwa drei Jahren die Ausschreibung der Leitung durchzuführen haben, denn eine weitere Verlängerung ist nur bei einer neuen Bewerbung möglich.

Hans-Peter Metzler, der die künstlerische Leitung in guten Händen weiß, beschäftigen vorerst ganz andere Probleme. Eine Adaptierung und Renovierung des Festspielhauses und der Seebühne sind, wie bereits berichtet, in Planung. Das 55-Millionen-Euro-Projekt soll in den nächsten Jahren realisiert werden. Während die Stadt Bregenz und das Land Vorarlberg der auch aus Sicherheitsgründen notwendig gewordenen Anpassung grünes Licht gegeben haben, fehlt beim Bund aufgrund der erfolgten Vorziehung der Nationalratswahlen und der noch laufenden Regierungsverhandlungen der Ansprechpartner. „Wir planen weiter, unternehmen die nächsten Evaluierungsschritte“, erklärt Hans-Peter Metzler, denn ein Abwarten würde die großen Produktionen gefährden. Nach „Rigoletto“ kommt in den Jahren 2021/2022 die Puccini-Oper „Madama Butterfly“ auf den See. Zudem hat Elisabeth Sobotka weitere Opernuraufführungen in petto. Was Bregenz so attraktiv mache, sei die Tatsache, dass es neben dem großen Spiel auf dem See vielfältige Möglichkeiten gibt, das Musik- und das Theaterschaffen bis herauf in die unmittelbare Gegenwart dem Publikum anzubieten, erläuterte sie.

Übrigens: Die Bregenzer Festspiele beginnen nächstes Jahr nicht erst mit den Premieren der großen Produktionen auf dem See und im Festspielhaus im Juli, sondern bereits Ende Mai mit einem „Rigoletto“ für Kinder und Anfang Juni mit einem Bühnenprojekt, das gemeinsam mit dem Vorarlberger Landestheater realisiert wird.

„Wir sind in einer guten Situation und planen die baulichen Maßnahmen weiter.“