Anna Karina, Schauspielerin und Film-Ikone, gestorben

Kultur / 15.12.2019 • 21:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Anna Karina in Cannes. Für „Eine Frau ist eine Frau“ wurde sie auch in Deutschland ausgezeichnet. AfP
Anna Karina in Cannes. Für „Eine Frau ist eine Frau“ wurde sie auch in Deutschland ausgezeichnet. AfP

Paris Ponyfrisur, blasser Teint und ein lasziver Blick: Anna Karina war eine Ikone der Nouvelle Vague. Jetzt ist der französische Filmstar gestorben. Die aus Dänemark stammende Schauspielerin hat in den 1960er-Jahren mehrere Filme mit Jean-Luc Godard gedreht, darunter „Eine Frau ist eine Frau“ und „Elf Uhr nachts“. Karina arbeitete unter anderem auch mit Jacques Rivette und Rainer Werner Fassbinder. Sie starb an den Folgen eines Krebsleidens im Alter von 79 Jahren.

Für ihre Leistung in „Eine Frau ist eine Frau“ wurde sie 1961 in Berlin mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Godard entdeckte Karina in einem ihrer Werbespots. Er bot ihr in „Außer Atem“ eine Nebenrolle an, die sie wegen einer Nacktszene ablehnte. Als Godard erwiderte, dass sie doch auch in der Seifenwerbung nackt war, rückte Karina ihm den Kopf zurecht und sagte, dass sie das nur in seiner Fantasie war. Es sei nur ihre Schulter zu sehen gewesen und sie habe einen Badeanzug getragen.