Ziemlich alles neu bei allerArt

Kultur / 19.12.2019 • 21:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Künstler Manfred Egender realisiert in seinem ersten Ausstellungsjahr in Bludenz eine Einzelschau des Vorarlbergers Willi Kopf. sigismondi, AG
Künstler Manfred Egender realisiert in seinem ersten Ausstellungsjahr in Bludenz eine Einzelschau des Vorarlbergers Willi Kopf. sigismondi, AG

Künstler Manfred Egender leitet Galerie in der Remise.

Bludenz Mit Manfred Egender (geb. 1954) übernimmt ein Künstler die Programmierung der Galerie allerArt in der Remise Bludenz. Andrea Fink, die in den letzten drei Jahren ein interessantes Ausstellungsprogramm verantwortete, will sich neuen Aufgaben zuwenden. Wie Wolfgang Maurer, geschäftsführender Obmann des Vereins allerArt, betont, sei die Zusammenarbeit mit Fink überaus spannend und die von ihr organisierten Ausstellungen durchgängig interessant und von überregionalem Interesse gewesen.

Mit Manfred Egender kehre der Kunstverein nun wieder zum Modell des Künstlerkuratorenprinzips zurück, so Maurer. Schon in der Vergangenheit zeichneten über viele Jahre hinweg Ingo Springenschmid und Alfred Graf für die inhaltliche Ausrichtung der Galerie verantwortlich. Standen bei Andrea Fink vor allem die Figur und die Stellung des Menschen in Politik und Gesellschaft im Vordergrund, so dominieren im ersten Verantwortungsjahr von Manfred Egender das „Material“ Farbe, die Geometrie, das Fiktive und Drucktechniken das Ausstellungsgeschehen. Setzte Fink auf die Präsentation von Einzelpositionen, so stehen bei Egender thematische Gruppenausstellungen im Vordergrund.

Auftakt mit David Reed

Egender bringt bereits mit der ersten Ausstellung Künstler von internationalem Format nach Bludenz. Unter dem Titel „Gewicht Farbe“ zeigen David Reed (USA), Michael Toenges (D), Christoph Luger (A), Mark Miloff (USA), Fabian Marcaccio (ARG), Thom Merrick (USA) sowie Cédric Teisseire (F), was in der Malerei aktuell möglich ist. Minimalistisch dezenter Farbeinsatz konkurrenziert hier mit pastosem, massivem Farbmaterial und Physikalisches steht in Opposition zu Subtilität und Immaterialität. Die Ausstellung „Gewicht Farbe“ dauert vom 10. Jänner bis zum 29. Februar 2020.

Die zweite Ausstellung (13. März bis 25. April), ist dem rechten Winkel als Gestaltungsprinzip gewidmet. Dieses konstruktive Darstellungsmittel ist weder verbraucht noch unzeitgemäß. Es bewährt sich im Umgang mit sämtlichen alltagsästhetischen Materialien bis hin zur künstlerischen Akrobatik und Raffinesse bei Bild und Objekt.

Nach der Präsentation der Kunstankäufe des Landes Vorarlberg, die im Jahr 2019 getätigt wurden (8. Mai bis 20. Juni) setzt sich die dritte Ausstellung mit dem bildhaften Erzählen auseinander. „Autonarrativ“ ist gleichsam die Sommerausstellung und läuft vom 26. Juni bis 8. August. Mit einem Einblick in das aktuelle Schaffen von Willi Kopf, der eigens für die Galerie allerArt eine neue Werkserie schafft, ist im Herbst die einzige Personale angesagt. Den Abschluss machen internationale Beispiele von Drucktechniken. Gezeigt werden auffällige Reproduktionen.