Bludenz nimmt mehr Geld für Kultur in die Hand

Kultur / 27.12.2019 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Budget steigt um
22 Prozent. Davon profitiert unter anderem die Alpinale.

Bludenz Das operative Kulturbudget der Stadt Bludenz steigt von 273.000 auf 335.000 Euro. Diese Erhöhung geht einerseits auf die Rückkehr der Alpinale zurück, andererseits auch auf neue Spielräume in der künstlerischen Produktion. Das gesamte Kulturbudget mit den Vereinsförderungen und der Musikschule Bludenz beläuft sich auf 2,4 Millionen Euro, was ein Plus von 11,7 Prozent gegenüber 2019 bedeutet. „Das sind Investitionen in unsere Gesellschaft, wir fördern künstlerische Produktion, aktivieren kreatives Schaffen, insbesondere in der städtische Musikschule und den umtriebigen Kulturvereinen, und es gelingt zunehmend, Bludenz zurück auf die Vorarlberger Kulturlandkarte zu führen“, zeigt sich Kulturstadtrat Christoph Thoma vom eingeschlagenen Weg überzeugt. 

Das Jazz & Groove-Festival ist mittlerweile das bedeutendste Jazz-Festival Vorarlbergs, ein Format, das weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Mit der Alpinale kehrt zudem das internationale Kurzfilmfestival nach 17 Jahren zurück in die Alpenstadt. Für die Alpinale sind 30.000 Euro, für das Jazz & Groove-Festival 16.500 Euro vorgesehen. „Wir schaffen mit beiden Festivals urbane Begegnungsräume“, erläutert Thoma seine Anliegen für die Bezirkshauptstadt. Gefördert wird auch der Verein AllerArt mit 63.000 Euro. Mit der Galerie allerArt als auch den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik setzt allerArt auf Nischen, die künstlerische Relevanz erzielen und einzigartig in Vorarlberg sind.

Stadtgeschichten

Die Initiative Kulturfabrik 2030 ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit der kulturellen Akteure aus Bludenz und der Region, der Stadtpolitik und der Kulturabteilung, die in einem Beteiligungsprozess erarbeitet wurde. Das Land Vorarlberg wird die Verdichtung dieses kulturstrategischen Prozesses sowie das Stadtlabor zur weiteren Aufarbeitung der Stadtgeschichten auch im Jahr 2020 mit 20.000 Euro fördern. Damit soll laut Thoma professionelles Kulturschaffen weiterentwickelt, Kinder- und Jugendkultur noch stärker fokussiert, Kreativwirtschaft thematisiert und insbesondere die Vereinsarbeit weiter gestärkt werden. 

Böhmische Musik

Ende Juni 2020 wird es erstmals in der Innenstadt ein „Festival für böhmische Blasmusik“ geben. „Diese Idee ist im Zuge des 35-Jahr-Jubiläums der Bauernkapelle der Stadtmusik Bludenz entstanden“, freut sich Thoma.

Seit Jahren schafft Bludenz mit dem Format Bühne.Frei einen Raum für regionale Künstler, sehr erfolgreich war auch der Literatur Herbst 2019, der im Herbst 2020 eine Neuauflage erfahren wird. Mit dabei wird auch der gebürtige Bludenzer, mittlerweile in Graz lebende Autor Rainer Juriatti sein. Christoph Thoma blickt auch freudig auf die neunte Auflage der Bludenzer KulturNacht am 5. Juni 2020, wo wiederum 600 Kulturakteure auf den Bludenzer Bühnen zu erleben sein werden.

„Es gelingt uns zunehmend, Bludenz zurück auf die Vorarlberger Kulturlandkarte zu führen.“