Noah Schurig: „Ich wusste sofort, dass das mein Instrument ist.“

Kultur / 31.12.2019 • 07:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Am Fagott gefällt mir besonders gut, dass es so variabel ist“, sagt Noah Schurig.
„Am Fagott gefällt mir besonders gut, dass es so variabel ist“, sagt Noah Schurig.

Noah Schurig (20) aus Feldkirch steht beim Silvester- und Neujahrskonzert des Jugendsinfonieorchesters Mittleres Rheintal als Solist auf der Bühne.

Tanja Schwendinger

Götzis Der Lions Club Hohenems und das Jugendsinfonieorchester Mittleres Rheintal gestalten bereits zum 25. Mal mit ihren Benefizkonzerten den musikalischen und gesellschaftlichen Jahreswechsel in der Region. Das Orchester unter der Leitung von Markus Pferscher präsentiert Werke von Julius Fučik, Pietro Mascagni, Giuseppe Verdi und Johann Strauß. Neben dem aus Koblach stammenden, international erfolgreichen Jazzpianisten David Helbock, steht der aufstrebende Musiker Noah Schurig am Fagott als Solist auf der Bühne. Im Interview spricht der 20-jährige Musiker über seinen Werdegang und seine Zukunftspläne.

Was hat bei dir die Leidenschaft fürs Fagott geweckt und wie hat sich dein musikalischer Werdegang gestaltet?

Im Alter von zehn Jahren habe ich angefangen Fagott zu spielen. Zum ersten Mal aufgefallen ist mir das Instrument bei einem Konzert des Vorarlberger Barockorchesters Concerto Stella Matutina. Dort wusste ich sofort, dass das mein Instrument ist. Im Jugendsinfonieorchester Mittleres Rheintal spiele ich nun schon seit Herbst 2015.

Was gefällt dir besonders an diesem Instrument?

Am Fagott gefällt mir besonders gut, dass es so variabel ist. Man kann damit alle möglichen Stimmungen wiedergeben, ob lustig oder melancholisch. Außerdem kann es genauso gut als Soloinstrument wie als begleitendes Instrument verwendet werden.

Du wirst beim Silvester- und Neujahrskonzert als Solist auftreten. Was gibt es von dir zu hören und was ist die Herausforderung?

Wir werden ein eher unbekanntes Frühwerk von Giuseppe Verdi spielen. Das Capriccio für Fagott und großes Orchester. Am schwierigsten ist wohl, dass es keinesfalls schwierig klingen darf, obwohl das manchmal nicht ganz der Tatsache entspricht.

Worauf liegt der Fokus des Programms?

Die erste Programmhälfte hat einen Fokus auf Italien, mit Werken italienischer Komponisten oder mit Bezug auf Italien. In der zweiten Hälfte dreht sich mit dem zweiten Solisten David Helbock alles um die Filmmusik.

Welche Rolle spielt das Fagott in einem Orchester?

Das Fagott wird häufig als Begleitinstrument und als Fundament im Holzbläsersatz verwendet. Manchmal darf man dann auch mal ein Solo spielen.

Welche Musiker inspirieren dich und welches sind deine Lieblingswerke?

Die zwei Fagottisten Sergio Azzolini und Dag Jensen sind meine Vorbilder auf meinem Instrument. Außerdem finde ich den Dirigenten Teodor Currentzis sehr inspirierend. Zu meinen Lieblingswerken zählen das Fagottkonzert von André Jolivet, die Fagottsonate von Camille Saint-Saens und die Gambensonaten von Johann Sebastian Bach.

Was wünschst du dir für deine musikalische Zukunft?

Im kommenden Herbst würde ich gerne an der Hochschule für Musik und Theater in München ein Fagottstudium beginnen.

Silvesterkonzert: 31. Dezember 2019, 16.30 Uhr

Neujahrskonzert: 1. Jänner 2020, 18 Uhr, Kulturbühne Ambach in Götzis (beide Konzerte ausverkauft)