Philharmoniker führten auch ins Beethoven-Jahr

Kultur / 01.01.2020 • 21:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Beim „Postillon-Galopp“ von Hans Christian Lumbye griff Maestro Andris Nelsons, bejubelt vom Publikum, selbst zur Trompete. APA
Beim „Postillon-Galopp“ von Hans Christian Lumbye griff Maestro Andris Nelsons, bejubelt vom Publikum, selbst zur Trompete. APA

Andris Nelsons hat sein Debüt als Neujahrskonzertdirigent mehr als souverän bestanden.

Wien Der den Wiener Philharmonikern künstlerisch eng verbundene 41-jährige Maestro verströmte von Beginn an die im Vorfeld angekündigten Lebensfreude: Ziehrers Ouvertüre zur Operette „Die Landstreicher“ erfüllte den Goldenen Saal mit positiver Wucht. Er hatte stets die große Klangwolke im Sinn. Wenn er etwa bei der Italien-Hommage „Wo die Citronen blüh‘n“ (Johann Strauß Sohn) Ritardandi auskostet oder bei Franz von Suppes Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“ die Sporen einsetzt. Der Lette bewies sich stets als Meister der Dynamik, der bei Hans Christian Lumbyes „Postillon-Galopp“ selbst zur Trompete greift. Beethoven, dessen Geburtstag sich heuer zum 250. Mal jährt, war mit einer Auswahl seiner „12 Contretänzen“ vertreten – die auffallend fragil dargeboten wurden.

Das Konzert wurde live in alle Welt übertragen. Im Pausenfilm widmete man sich ebenfalls Beethoven. Die Choreografie der Balletteinlagen schuf Jose Carlos Martinez. Er ließ zum Walzer „Seid umschlungen, Millionen“ im Winterpalais des Prinzen Eugen tanzen.