aus der kulturszene

Kultur / 07.01.2020 • 20:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Olga Neuwirth muss eine Passage aus ihrer Oper „Orlando“ streichen. APA
Olga Neuwirth muss eine Passage aus ihrer Oper „Orlando“ streichen. APA

Abendmahlbild einer Künstlerin

Florenz Sieben mal zwei Meter misst das Ölgemälde, das in der Klosteranlage Santa Maria Novella in Florenz ausgestellt ist. Darauf abgebildet ist das Letzte Abendmahl. Doch das Werk stammt nicht von Leonardo da Vinci, sondern von Plautilla Nelli. Ihren verspäteten Ruhm verdankt die Künstlerin der Stiftung Advancing Women Artists, die Werke von Künstlerinnen sichtbar machen will. Nelli lebte von 1524 bis 1588 in Florenz. Sie stammte aus einer Handelsfamilie und trat in ein Dominikanerkloster ein, wo sie ein Atelier betrieb.

 

Eingriff in die Oper von Olga Neuwirth

Wien Ein Lied aus der im Dezember an der Wiener Staatsoper uraufgeführten Oper „Orlando“ von Olga Neuwirth wird aus der Partitur gestrichen und aus allen Aufnahmen geschnitten. Damit reagiert der Ricordi-Verlag auf den Druck einer Erbengemeinschaft, die das Stück „Danke für diesen guten Morgen“ missverständlich verwendet sieht. Im 10. Bild der Oper singen Kinder das Lied, fallen aber in die Arme eines Priesters, der sie missbraucht. Das Lied in diesem Kontext zu verwenden, entspreche nicht dem Willen des Komponisten Martin Gotthard Schneider, so die Verlage Bärenreiter und Gustav Bosse.

 

Besucherrekord beim Holocaust-Mahnmal

Berlin Für das Berliner Holocaust-Mahnmal war 2019 das besucherstärkste Jahr seit der Eröffnung 2005. 480.000 Interessierte besuchten das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Mit dem Stelenfeld des Architekten Peter Eisenman und einem Informationsort wird an die sechs Millionen ermordeter Juden unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erinnert.