Reise durch das Werk von Handke

Kultur / 13.01.2020 • 19:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Peter Handke vor der Nobelpreisverleihung in Stockholm. afp
Peter Handke vor der Nobelpreisverleihung in Stockholm. afp

Rolf Steiner und Loj­ze Wieser sprechen als Autoren und Verleger über den Literaturnobelpreisträger.

Hittisau Für Peter Handke werde selbstverständlich ein Zimmer freigehalten, lässt Veranstalter Dietmar Nußbaumer durchklingen, dass man die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, dass sich der neue Literaturnobelpreisträger doch noch auf die Reise in den Bregenzerwald macht. Dort hatte die Verbindung des bekannten, aus Kärnten stammenden Schriftstellers zu Vorarlberg auch ihren Ursprung. Handke, der mittlerweile längst in Paris lebt, hatte schon vor Jahren seine Achtung vor den Schriften von Franz Michael Felder zum Ausdruck gebracht. In einem Vorwort der Felder-Ausgaben ist das dokumentiert, und das hatte auch dazu geführt, dass während der Nobelpreisverleihung in Stockholm im Dezember letzten Jahres im Felder-Archiv in Bregenz ein Handke-Abend veranstaltet wurde.

Das Werk in den Mittelpunkt zu rücken und nicht die Politik, wie das im Vorfeld der Verleihung geschehen ist, war für Dietmar Nußbaumer ausschlaggebend, der im Hotel Krone in Hittisau seit Jahren immer wieder zu einem Lesesalon bittet. Referenten der Veranstaltung von 17. bis 19. Jänner sind der Schriftsteller Rolf Steiner, der Autor und Verleger Lojze Wieser, der Schauspieler Tobias Fend sowie Norbert Häfele, Obmann des Felder-Vereins. Ein interessanter Aspekt ist im Rahmenprogramm auszumachen, mit dem Musiker Nedjib tritt ein Bosnier auf, der einst aus seiner Heimat in den Bregenzerwald flüchtete und dort geblieben ist. Wegen seiner angeblichen Haltung zu Serbien und Bosnien steht Handke in der Kritik. In Hittisau gilt es dem Schriftsteller. VN

Lesesalon zu Peter Handke vom 17. bis 19. Jänner im Hotel Krone in Hittisau. Jede Veranstaltung ist auch einzeln buchbar: www.krone-hittisau.at