Aufgefrischte Mozart-Oper am Landestheater

Kultur / 29.01.2020 • 19:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Aufforderung zur Rache: Szene mit Narine Yeghiyan und Annelie Sophie Müller.
Aufforderung zur Rache: Szene mit Narine Yeghiyan und Annelie Sophie Müller.

bregenz Die Römer sind in der Landeshauptstadt Vorarlbergs, im ehemaligen Brigantium, immer ein Thema. Die Hauptfigur in Mozarts Oper „La clemenza di Tito“ in der Tat mit dem römischen Kaiser Titus in Verbindung zu bringen, wäre trotzdem irreführend. Denn besagter Herrscher setzte zwar in der Innenpolitik auf die Möglichkeiten der Kommunikation, erwies sich in der Außenpolitik gelinde gesagt aber als Massenmörder. Ob und wie es möglich ist, sich in einer Führungsposition mit enormen Machtbefugnissen generell menschlich zu verhalten, diese Frage rückt Henry Arnold in seiner Inszenierung von Mozarts 1791 uraufgeführter Oper in den Mittelpunkt. Um die Intrigen- und Liebesgeschichte nicht nur zu verdeutlichen, sondern auch zu vergegenwärtigen, wurden die Rezitative reduziert und einige Sprechpassagen hinzugefügt  sowie zwei Hauptrollen mit Schauspielern verdoppelt. Die Künstlerinnen und Künstler kommen, wie sie in Gesprächen bekundeten, sehr gut damit zurecht. VN-cd

Zwei Hauptrollen sind verdoppelt: Zoe Hutmacher und Narine Yeghiyan (Vitellia).
Zwei Hauptrollen sind verdoppelt: Zoe Hutmacher und Narine Yeghiyan (Vitellia).
Sarah Romberger und Sophia Körber: Die Oper enthält Liebesarien, die zu den schönsten gehören, die Mozart geschaffen hat.
Sarah Romberger und Sophia Körber: Die Oper enthält Liebesarien, die zu den schönsten gehören, die Mozart geschaffen hat.
Szene mit dem Chor, Sarah Romberger (Annio) und Sophia Körber (Servilia) in einer besonderen Fassung von „La clemenza di Tito“ in Bregenz. VN/Paulitsch
Szene mit dem Chor, Sarah Romberger (Annio) und Sophia Körber (Servilia) in einer besonderen Fassung von „La clemenza di Tito“ in Bregenz. VN/Paulitsch

Die Premiere findet am 31. Jänner, 19.30 Uhr, im Theater am Kornmarkt in Bregenz statt. Weitere Aufführungen von 2. bis 21. Februar: www.landestheater.org