Künstlerprotest im Künstlerhaus

Kultur / 04.02.2020 • 20:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vertreter der Freien Szene kritisieren Unentschlossenheit von Kulturpolitikern.

Wien Bevor am Freitag das renovierte Künstlerhaus am Karlsplatz präsentiert wird, gibt es nochmals Aufregung um die bis vor kurzem dort angesiedelten Theaterräumlichkeiten. Diese wurden laut eigenen Angaben von der „Wiener Perspektive“, einem Zusammenschluss der Freien Szene, besetzt. Bei der für die Renovierung zuständigen Haselsteiner-Privatstiftung weiß man davon nichts.

In einer Aussendung hat die „Wiener Perspektive“ verkündet, den sogenannten Französischen Saal, in dem bis zum Start der Bauarbeiten das Koproduktionshaus brut Wien untergebracht war, besetzt zu haben. „Dieser aktivistisch-künstlerischer Akt ist eine Reaktion auf die Untätigkeit und Unentschlossenheit der Kulturpolitik“, hieß es weiters. Für Nachfragen war die „Wiener Perspektive“ am Dienstag nicht erreichbar. Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler will sich weiterhin für diesen Theaterbereich einsetzen, zumal sie die Not der Protagonisten verstehe. Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder hielt fest, dass er als Mieter des Hauses hier keine Entscheidungsbefugnis innehabe: „Das Künstlerhaus ist ein Haus der Bildenden Kunst.“