Ein launiges Stück Actionkino

Kultur / 05.02.2020 • 17:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ spielt Margot Robbie die Titelfigur Harley Quinn. ap
In „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ spielt Margot Robbie die Titelfigur Harley Quinn. ap

Comicverfilmung „Birds of Prey“ mit gewaltiger Frauenpower.

Action 2020 könnte das Jahr der Superheldinnen werden. Gleich vier große Comicverfilmungen sind dieses Jahr angekündigt, die von Regisseurinnen gedreht werden. Größtenteils sind sie mit weiblichen Hauptrollen besetzt. Den Anfang macht „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“: Ein launiges Stück Action-Kino von Regisseurin Cathy Yan. Margot Robbie spielt darin die Figur Harley Quinn aus der Welt von DC Comics (Batman). Quinn kennen Comicfans bisher vor allem als Teilzeit-Gefährtin von Joker, doch in „Birds of Prey“ hat sie sich von ihrem schuftigen Freund getrennt.

„Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich ganz auf mich gestellt“, erzählt Quinn, die als Erzählerin durch den Film führt. „Aber ich bin nicht die einzige Dame in Gotham, die nach Emanzipation strebt. Das ist unsere Geschichte. Und ich erzähle sie, also starte ich verdammt noch mal, wo ich will.“ Quinn ist ein bisschen wahnsinnig. Eine (meistens) liebenswerte Antiheldin, übertrieben aufgedreht und natürlich übernatürlich stark. Robbie kann den Irrsinn dieser Rolle toll transportieren. In „Birds of Prey“ legt sich Quinn mit dem Fiesling Black Mask an, einer Art Mafiaboss in Gotham City. Ewan McGregor spielt diesen weinerlichen, gierigen und frauenverachtenden Mann herrlich lächerlich.

Männlich dominierte Welt

Black Mask ist hinter der jungen Cass (Ella Jay Basco) her, weil sie ihm, ohne es zu wissen, einen unbezahlbar wertvollen Diamanten gestohlen hat. Quinn kann sich selbst nur retten, wenn sie Black Mask den Diamanten zurückbringt. Mit Cass, die sie eigentlich in ihre Gewalt bringen will, freundet sie sich an – und gibt ihr Tipps, wie man ein unabhängiges Leben führt.

Im Laufe des Jahres sollen mit „Wonder Woman 1984“, „Black Widow“ und „The Eternals“ drei weitere Comicbuch-Verfilmungen von Regisseurinnen auf den Markt kommen. Cathy Yan gibt mit „Birds of Prey“ eine erste verheißungsvolle Antwort auf die Frage, wie Frauen den Blick auf die männlich dominierte Welt von Batman & Co. verändern.

Birds of Prey

Regie Cathy Yan

Darsteller Margot Robbie, Mary Elizabeth Winstead, Jurnee Smollett-Bell, EwanMcGregor, Bojana Novakovic, Greice Santo

Start 6. Februar