Die Wirte haben den Ort geprägt

Kultur / 06.02.2020 • 20:33 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Auf einer Urkunde aus dem Jahr 1270, die ein Rechtsgeschäft im Kloster St. Gallen dokumentiert, taucht erstmals der Name Schwarzenberg auf. Deshalb wird heuer das 750-Jahr-Jubiläum gefeiert. Kloster, Gemeinde
Auf einer Urkunde aus dem Jahr 1270, die ein Rechtsgeschäft im Kloster St. Gallen dokumentiert, taucht erstmals der Name Schwarzenberg auf. Deshalb wird heuer das 750-Jahr-Jubiläum gefeiert. Kloster, Gemeinde

Erst Viehhandel, dann Tourismus – und mit Kleber ist ein Schwarzenberger Name auch in Straßburg verewigt.

Schwarzenberg Wie kam das Kloster St. Gallen überhaupt zu Besitztümern in Vorarlberg? Historiker Meinrad Pichler weiß die Antwort: Wer kinderlos starb, trachtete danach, sich an der Himmelstür eine gute Position zu verschaffen. Und so vermachte man Grund und Boden der Kirche bzw. einem Kloster. Im Mittelalter hatte Vorarlberg noch keine bedeutenden Einrichtungen dieser Art aufzuweisen, und so fiel die Wahl gerne auf St. Gallen; auch ein Damenstift in Lindau wurde gelegentlich bedacht, denn die Mehrerau taucht bekanntermaßen erst im 11. Jahrhundert auf den Klosterlandkarten auf. Während die weltlichen Herrscher Fehden um ihre Besitztümer ausgetragen haben, hat die Kirche, so Pichler im Gespräch mit den VN, die Ansprüche schriftlich dokumentiert.

Hohenweiler oder Gwiggen können aus diesem Grund darauf verweisen, dass sie bereits um 800 urkundlich erwähnt werden. Dass die Gemeinde Schwarzenberg heuer ihren 750. Geburtstag feiert, heißt somit nicht, dass es dort zuvor keine Ansiedlung gegeben hätte, in einer Urkunde aus dem Jahr 1270 taucht der Name lediglich zum ersten Mal auf. Mit dieser wird auch keine Schenkung schriftlich festgehalten, sondern ein Rechtsgeschäft, das den Ort im Bregenzerwald nicht einmal tangierte, das der Priester Walther, seines Zeichens Pfarrer in Schwarzenberg, aber zu bezeugen hatte. Auch wenn das 750-Jahr-Jubiläum einem Zufall zu verdanken ist, setzte Judith Reichart, die Organisatorin eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms, auf historische Fakten, die im Rahmen einer von Meinrad Pichler kuratierten Vortragsreihe gebündelt werden.

Umschlagplatz für Vieh und Waren

Als Tor zum Bregenzerwald ist Schwarzenberg sozusagen zu Reichtum gelangt. Über Doren führte viele Jahrhunderte kein Weg in die Talschaft, aus der Säumer­trasse mit Schwarzenberg als wichtigen Punkt wurde bald ein Fahrweg. Einen Ort mit regelmäßigen Viehmärkten, Krämerläden und natürlich Gasthäusern darf man sich laut Schilderungen von Meinrad Pichler vorstellen. Nach dem großen Brand von 1755 erhielt der Ort jene Gestalt, die ihn heute noch so anziehend macht. Und wer sich fragt, warum gar so große Gasthäuser gebaut wurden, erhält mit dem Verweis auf den Umschlagplatz die Antwort. Abgesehen davon, dass sich schon Mitte des 19. Jahrhunderts auch Touristen, beispielsweise erholungsuchende Honoratioren aus Süddeutschland, in Schwarzenberg einfanden, machte der Handel die Wirte reich. Man hielt das Geld zusammen, betrieb kluge Heiratspolitik in dem Sinn, dass sich Töchter und Söhne der Gasthausbesitzer innerhalb der Branche verehelichten, konnte auch Geld verleihen und mischte als Landammänner in der Politik mit. Die Wahlen stellen aus heutiger Sicht ein Kuriosum dar: Wer als Kandidat im wahrsten Sinne des Wortes den meisten Zulauf hatte, der galt als gewählt. Meinrad Pichler schildert das Bild plastisch, wenn er erzählt, dass die Wahlberechtigten wohl zu jenen der im Dorfzentrum postierten Personen hingegangen sind, denen sie noch Geld schuldig waren.

Der Historiker, der sich in seinen Publikationen auch mit Auswanderern aus Vorarlberg beschäftigt, fand reichlich Quellen von Wanderarbeitern aus Schwarzenberg oder solchen, die weggezogen sind. Manche trieb es bis in die Vereinigten Staaten, andere Handwerker verdienten etwa in Frankreich ihren Lebensunterhalt, der Kunstmaler Joseph Johann Kauffmann, Vater von Angelika Kauffmann, ging unter anderem in die Schweiz. Handwerkervereinigungen wie in Au hatte es in Schwarzenberg nicht gegeben. Und wenn auf dem Platz Kléber im Zentrum von Straßburg einem französischen Generals gedacht wird, gilt es für Meinrad Pichler zu vermerken, dass der Name bzw. seine Vorfahren aus dem Bregenzerwald stammen.

„Tatsache ist, dass Schwarzenberg immer das Tor zum Bregenzerwald war.“

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