Ein elektrisierendes Klangfeuerwerk

Kultur / 10.02.2020 • 19:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Als Stargast war Althornist Tim de Maeseneer aus Belgien zu Gast.
Als Stargast war Althornist Tim de Maeseneer aus Belgien zu Gast.

Brassband Vorarlberg feierte Jubiläum unter Hochspannung.

Götzis Fünf Jahre Brassband Vorarlberg stehen für viel Idealismus und Leidenschaft sowie für musikalische Glanzleistungen hochkarätiger Musiker aus Vorarlberg und dem Bodenseeraum. Das Jubiläumskonzert in der Kulturbühne Ambach in Götzis zeigte vielseitige Ansätze, Blasmusik aus gewohnten Prägungen herauszuführen und traditionelle Spielweisen mit neuen Klängen zu bereichern.

Zum Jubiläum hat man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Brassband lud zum Konzert unter dem Motto „Hochspannung“. Unter solcher stand auch Dirigent Benjamin Markl dank des anspruchsvollen Programms. Gleich zu Beginn wurde Jacob Vilhelm Larsens „Ad Astra“ mit Trommelwirbeln eröffnet, darauf folgte eine kleine Trilogie von Lode Violet. In Maarten Vermeerschs „Impressions  for Tenorhorn“ kam das Tenorhorn glanzvoll zur Geltung, bevor Bruckners Motette „Os justi“ feierlich im Saal erklang. Als Kontrast darauf folgte „Black Out“ von Thomas Doss, das die Zuhörer mit einem rhythmisch komplexen Klangfeuerwerk in die Pause entließ.

Die zweite Konzerthälfte wurde mit Jan von der Roosts Marsch „Mercury“ eingeläutet, der sowohl mit einem Hauptthema in Moll als auch mit einem äußerst dynamischen Auftritt mit Posaunen und Trompeten aufwartete. Als Stargast stand Tim de Maeseneer am Dirigentenpult. Der Althornist der bekannten belgischen „Brassband Willebroek“ bereicherte den Konzertabend auch durch seine beeindruckenden Soli.

Mit einem besonders anspruchsvollen Althornsolo trumpfte er in Wim Bex‘ „Frokko Five“ auf. In John Mackeys „Foundry“ kamen acht Schlagwerke und eine Peitsche zum Einsatz. Entspannt zurücklehnen konnten sich die Zuhörer hingegen bei Jelle van Giels „Cape Good Hope“, bei dem die Bläser bewiesen, dass eine Trompete auch wie ein Meeresrauschen klingen kann. Den temperamentvollen Abschluss bildete Brian Tylers „Can You Dig It“.

30 Spitzenmusiker

Die Brassband Vorarlberg wurde 2014 vom Götzner Posaunisten, Musikschullehrer und Dirigenten Jan Ströhle ins Leben gerufen. Die Kapelle vereint 30 Spitzenmusiker aus  Vorarlberg und der gesamten Bodenseeregion. Viele Bandmitglieder sind Berufsmusiker, die als Hochschulprofessoren, Musikschullehrer, Orchestermusiker und Dozenten tätig sind. Ergänzt wird die Brassband durch ambitionierte Amateurmusiker aus Vorarlberger Musikvereinen, die ihr Können zum Jubiläum einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellten. HE      

Die Brassband Vorarlberg vereint 30 Spitzenmusiker aus Vorarlberg und der Bodenseeregion. H. Heilmann
Die Brassband Vorarlberg vereint 30 Spitzenmusiker aus Vorarlberg und der Bodenseeregion. H. Heilmann