Geballte Ladung an Kreativität beim Poolbar-Generator

Kultur / 12.02.2020 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Fabienne und Alessia sammeln im Grafikdesignlabor Ideen. VN/Paulitsch

35 kreative Köpfe erarbeiten in dieser Woche im Magazin 4 in Bregenz ein Konzept für das Poolbar-Festival.

Tanja Schwendinger

Bregenz Ein halbes Jahr bevor das Poolbar-Festival im Feldkircher Reichenfeld über die Bühne geht, wird hinter den Kulissen bereits fleißig getüftelt. Das achte Jahr in Folge wird die gestalterische Basis für das Musikfestival von jungen Talenten im Rahmen des Poolbar-Generators entwickelt. 35 Kunst-, Architektur- und Designstudenten sind es heuer, die im Magazin 4 in Bregenz Ideen sammeln, sich gegenseitig austauschen und an ersten Entwürfen arbeiten. Begleitet werden sie dabei von Fachleuten, externen Profis und Gastkritikern.

„Unverzichtbarer Bestandteil“

Der Generator hat sich für Poolbar-Chef Herwig Bauer (47) zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Festivals entwickelt: „Ohne den Einsatz der Studierenden, die aus unterschiedlichen gestalterischen Bereichen aufeinandertreffen, wäre das Festival nicht mehr vorstellbar.“ Die Teilnahme am Poolbar-Generator bietet den Studenten nicht nur die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen in der Praxis zu sammeln, sie können sich die Workshop-Woche auch für ihr Studium anrechnen lassen.

Im Architekturlabor wird an der Gestaltung des Außenbereichs  gearbeitet. Fabio (l.) aus Rankweil schätzt den Austausch mit anderen  Architekturstudenten.
Im Architekturlabor wird an der Gestaltung des Außenbereichs gearbeitet. Fabio (l.) aus Rankweil schätzt den Austausch mit anderen Architekturstudenten.

Seit Sonntag wird im Magazin 4 hochkonzentriert gearbeitet. Am Tisch des Architekturlabors entstehen erste Modelle. Mit dabei ist auch Fabio (25) aus Rankweil, der unter der Leitung von Victor Dölle (31) Ideen für den Außenbereich sammelt. „Wir stehen gerade an der Schwelle zum ersten Entwurf“, freut sich der Architekturstudent. Besonders spannend findet er den Austausch mit anderen Studierenden: „Es ist toll, mit Menschen zu arbeiten, die dieselben Interessen verfolgen“, schwärmt er. Auch im Grafiklabor sprüht es vor Kreativität, erste Entwürfe wurden schon erstellt. Studentin Fabienne (26) wurde durch Freunde auf das Festival aufmerksam und ist eigens aus Braunschweig angereist. „Ich finde es spannend, das Festival gemeinsam mit Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen aktiv mitzugestalten. Auch die Atmosphäre ist super.“

Achitekturstudentin Lavinia (25) entwickelt Ideen für den Außen- und Innenbereich des Poolbar-Festivals. "Das Festival sollte für alle interessant und ansprechend sein, nicht nur für Architekten", sagt sie.
Achitekturstudentin Lavinia (25) entwickelt Ideen für den Außen- und Innenbereich des Poolbar-Festivals. "Das Festival sollte für alle interessant und ansprechend sein, nicht nur für Architekten", sagt sie.

Michael Marte (32) aus Götzis war früher selbst Teilnehmer beim Poolbar-Generator. Seit vier Jahren ist er als Leiter für das Grafiklabor zuständig. „Was mir besonders gefällt, ist, dass hier der Teamgeist gefördert wird und man interessante Einblicke in die verschiedenen Arbeitsweisen der Teilnehmer bekommt. Auch ich lerne jedes Jahr etwas Neues dazu“, sagt Marte.

Beim Generator gehe es laut Herwig Bauer nicht darum, konkrete Konzepte zu erstellen. Auch ein Motto wurde heuer bewusst nicht vorgegeben. „Den Teilnehmern soll genügend Raum für eigene Ideen geboten werden, die sich dann auch in der Praxis umsetzten lassen“, sagt Bauer. Hilfreiche Inputs liefern öffentliche Vorträge im Vorarlberg Museum und im Kunsthaus, bevor die Generator-Woche am Samstag mit der Präsentation der ersten Ergebnisse und anschließender Abschlussparty im Magazin 4 ins Finale geht.

Vortrag im Vorarlberg Museum: 12. Februar, 19 Uhr (Architektur, Grafik und Visuals), Vortrag im Kunsthaus Bregenz: 14. Februar, 18 Uhr (Design, Handwerk und Kunst). www.poolbar.at