Rückgabe von Bildern und Bibliothek als NS-Raubkunst

Kultur / 13.02.2020 • 21:45 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Berlin, Wien Der Bund restituiert mehrere Gemälde und eine Bibliothek aus seinen Beständen an die Erben von Opfern nationalsozialistischer Verfolgung. Dazu zählen Arbeiten der Maler Friedrich Kaiser und Ferdinand Waldmüller. Das Kaiser-Bild stammt aus der Sammlung des jüdischen Verlegers Rudolf Mosse (1843-1920). Seine Tochter und ihr Ehemann waren extremen Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt und mussten ihr Vermögen an eine NS-kontrollierte Gesellschaft überschreiben. Das Gemälde wurde 1934 versteigert und gelangte später in Reichsbesitz. Die drei Waldmüller-Arbeiten musste Irma Löwenstein vor ihrer Emigration 1938 aus Wien verkaufen.

Zur Bibliothek des ebenfalls als Jude verfolgten Wiener Rechtsanwalts Ludwig Töpfer gehörten Erst- und Gesamtausgaben von Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts sowie Almanache und Einzelbände.