Corona behindert Konzertreihenstart im Kloster Gwiggen

Kultur / 31.08.2020 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Corona behindert Konzertreihenstart im Kloster Gwiggen
Die Akustik in der Klosterkirche von Gwiggen ist fantastisch. Das erste Konzert ist abgesagt, das Projekt damit aber nicht ad acta gelegt. KLOSTER GWIGGEN

Initiatorin und Geigerin Editha Fetz sucht nach einem neuen Ort, wird aber an ihrem Projekt festhalten.

Hohenweiler Orte, an denen sich Kontemplation einstellen kann, werden immer wichtiger, meint Editha Fetz, bekannte Geigerin und Professorin am Vorarlberger Landeskonservatorium. Im Kloster Gwiggen in Hohenweiler sollte mit Werken von Mozart, Dvorák und Respighi am kommenden Samstag, 5. September, eine neue Konzertreihe gestartet werden. Das Konzert ist nun abgesagt. Wegen neuer Covid19-Infektionen im Bezirk Bregenz bekundete die Klosterleitung Sorge und will den Ort vorerst nicht für eine größere Anzahl von Besuchern öffnen.

Es habe ein ausführliches Gespräch gegeben, berichtet Editha Fetz, obwohl ihr Konzept die strikte Einhaltung aller Abstandsregeln vorsah, könne sie die Vorbehalte nachvollziehen. Nachdem mittlerweile längst wieder Kulturveranstaltungen stattfinden, wird sie das mit dem Ensemble Lago di Costanza erarbeitete Programm nicht ad acta legen. Sie ist in Verhandlung über eine zeitnahe zu terminisierende Aufführung an einer anderen Örtlichkeit im Leiblachtal.

Großes Interesse bekundet

Wie sie in einem Gespräch mit den VN erörtert, werde sie am Konzept für Musik im Kloster Gwiggen weiterarbeiten. Die Akustik in der Kirche sei fantastisch und den Menschen an einem Ort, an dem Spiritualität fühlbar ist, ein Musikerlebnis zu bieten, erachtet sie als wertvolle Aufgabe. Für Pfingsten sei ein mehrtägiges Programm geplant gewesen.

Editha Fetz, die etwa auch Mitglied des renommierten Concentus Musicus und weiterer internationaler Orchester ist, will ein großes Repertoire, das von der Alten Musik bis in die Gegenwart reicht, zur Aufführung bringen. Wie die Buchungen für das erste Konzert zeigen, besteht großes Interesse. Wie viele Menschen hofft auch sie, dass in absehbarer Zeit ein vernünftiges Medikament entwickelt wird, damit es trotz des Virus wieder ein Kulturleben geben kann.