“Ankündigungen alleine zahlen noch keine Rechnungen”

Kultur / 02.11.2020 • 21:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
"Ankündigungen alleine zahlen noch keine Rechnungen"

Feldkirch, Wien Mirjam Steinbock, die Geschäftsführerin der IG Kultur Vorarlberg, hat es in einem Gespräch mit den VN (Ausgabe vom letzten Samstag) bereits betont und auch für Yvonne Gimpel, die Geschäftsführerin der IG Kultur Österreich gibt es „nichts zu beschönigen“: Der Lockdown des Kulturlebens treffe die ohnehin schon schwer durch die Krise gebeutelte freie Szene doppelt hart. Aber: „Wenn es zur Eindämmung der Pandemie erforderlich ist, dann wird der Kulturbereich weiterhin seinen Teil beitragen – so wie er es bislang vorbildlich mit viel Herzblut und unglaublichem Engagement getan hat.“ Seit Monaten sei in die Entwicklung und Umsetzung von Sicherheitskonzepten investiert, fast jede Woche neue Maßnahmen gesetzt worden, um der sich ständig ändernden Rechtslage gerecht zu werden und dennoch ein Kulturangebot zu bieten. Die Ankündigung einer schnellen Hilfe, die zumindest 80 Prozent der Ausfälle ersetzen soll, bewertet sie „natürlich positiv – so sie auch tatsächlich schnell und unbürokratisch kommt. Ankündigungen alleine zahlen noch keine Rechnungen“. Viele Kulturschaffende könnten es sich „schlichtweg nicht mehr leisten, auf eine Unterstützung Monate zu warten.“

„Wir müssen danach trachten, den Kulturschaffenden wieder Perspektiven zu geben.“

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