Wichtigster Akteur im Kunstjahr

Kultur / 18.11.2020 • 18:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Themen wie Kolonialismus und Rassismus haben ganz neue Dringlichkeit bekommen.
Themen wie Kolonialismus und Rassismus haben ganz neue Dringlichkeit bekommen.

Black-Lives-Matter-Bewegung hat auch Auswirkungen auf Kultureinrichtungen.

Berlin Die internationale Menschenrechtsbewegung Black Lives Matter ist nach Einschätzung des Kunstmagazins „Monopol“ der wichtigste Akteur des laufenden Kunstjahres. „Die neuen Emanzipationsbewegungen infolge von Black Lives Matter haben es geschafft, die Themen Kolonialismus und Rassismus nicht nur in den USA, sondern auch im Rest der Welt mit einer ganz neuen Dringlichkeit auf die Agenda zu setzen“, begründete Chefredakteurin Elke Buhr die Entscheidung am Mittwoch. „Millionen Menschen demonstrierten, Straßen mit diskriminierenden Namen wurden umbenannt, öffentliche Denkmäler werden neu diskutiert.“ Aus Sicht des Kunstmagazins gibt es auch Auswirkungen auf etablierte Kultureinrichtungen: „Weltweit debattieren Museen darüber, wie sie andere Bevölkerungsschichten erreichen und mehr Angebote für ein migrantisches Publikum machen können, sie mühen sich um mehr Diversität bei Programm und Personal, um Dekolonisierung ihrer Sammlungen.“ Jenseits einer Bewertung verändere sich dadurch die Kulturlandschaft rasant, begründete das Magazin seine Wahl.

Max Hollein gewürdigt

Als „Museumsmann schlechthin“ würdigte „Monopol“ den österreichischen Chef des Metropolitan Museum of Art in New York, Max Hollein, mit einem fünften Rang für Beweglichkeit und Selbstkritik des Hauses. Erste Künstlerin auf der Top-100-Liste ist auf Platz zwei die in Berlin lebende Filmemacherin, Autorin und Hochschulprofessorin Hito Steyerl. Steyerl war mehrfach auf der Biennale in Venedig zu sehen und auch bei der Documenta in Kassel vertreten.

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