Unbekannte versenden gefälschte Einladungen zur documenta

Kultur / 24.11.2020 • 21:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kassel Unbekannte haben weltweit gefälschte Einladungen zur Teilnahme an der kommenden documenta versandt. „Wir wissen von 33 solcher E-Mails“, sagte eine Sprecherin der nur alle fünf Jahre stattfindenden äußerst bedeutenden Ausstellung für moderne Kunst in Kassel. Die Schreiben seien unter anderem an Kuratoren, Museumsdirektoren und Künstler gegangen. „Über den Absender können wir bisher nur mutmaßen.“ Die Herkunft der Mails sei relativ gut verschlüsselt. „Wir sind mit Experten daran, wissen aber noch nicht, wer der Absender der E-Mails ist“, erklärte die Sprecherin. Die Fälschungen seien zwar oberflächlich, aber mit Aufwand betrieben. Da die Teilnahme an der documenta eine große Auszeichnung ist, können die Fälschung falsche Hoffnungen wecken: „Es gibt Künstler, die anrufen oder schreiben, um sicherzustellen, dass die Einladung echt ist, und dann sind da natürlich schon Emotionen im Spiel, was wir sehr bedauern.“

Es entstehe so zwar kein materieller, aber doch ein emotionaler Schaden. Die documenta bittet Empfänger solcher E-Mails, sich zu melden. Die nächste Ausgabe der documenta findet vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt. Geleitet wird die Schau mit der Bezeichnung „documenta fifteen“ vom indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.