Kunsthaus Bregenz agiert auf der Bielerhöhe

Kultur / 27.11.2020 • 11:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Entwurf von Roman Signer für ein Projekt auf der Bielerhöhe. <span class="copyright">KUB</span>
Entwurf von Roman Signer für ein Projekt auf der Bielerhöhe. KUB


Roman Signer errichtet am Bielbach eine Skulptur aus Wasser als Beitrag zum üppigen KUB-Jahresprogramm 2021.

Bregenz, Partenen Projekte unter freiem Himmel hat das Kunsthaus Bregenz immer wieder realisiert, das bekannteste war wohl „Horizon Field“ mit hundert Eisenskulpturen von Antony Gormley im Arlberggebiet.  Im kommenden Jahr soll es nun wieder hoch hinauf gehen. KUB-Direktor Thomas Trummer steht bereits seit einiger Zeit mit dem bekannten Schweizer Künstler Roman Signer (geb. 1938) in Verhandlung.  Mit der Illwerke VKW AG als Partner soll der Entwurf Signers im Juni 2021 realisiert werden. Signer, der sich in seiner Kunst mit elementaren Prozessen, Ideen von Kraftübertragung, Energiespeicherung und -gewinnung auseinandersetzt, manipuliert den Bielbach sozusagen derart, dass er sich in einem Bogen über einen Wandersteg in den See ergießt. Ein flüssiges Element werde somit zu einer Skulptur, heißt es. Signer ist bei seinen Arbeiten auch ein feiner Witz eigen, der hier zur Wirkung komme.

Mit dem Schweizer Künstler Roman Signer ist KUB-Direktor Thomas Trummer bereits seit einiger Zeit in Verhandlung. <span class="copyright">KUB</span>
Mit dem Schweizer Künstler Roman Signer ist KUB-Direktor Thomas Trummer bereits seit einiger Zeit in Verhandlung. KUB

Großes Besucherinteresse

Rückblickend auf das Jahr 2020, in dem das gerade wieder behördlich geschlossene Kunsthaus Bregenz insgesamt gut vier Monaten zu bleiben musste, hat Thomas Trummer errechnet, dass das Besucherinteresse gleichbleibend hoch war. Besonders nach dem ersten Lockdown, im Zeitfenster über dem Sommer habe das Publikum die Aktivitäten des KUB mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Kalkuliere man die Schließzeiten mit, so komme man mit den insgesamt 32.000 Besuchern in etwa auf die Ergebnisse der Vorjahre.

Im Gespräch mit den VN zeigte sich der KUB-Direktor zuversichtlich, dass er die nächste Ausstellung mit Arbeiten von Jakob Lena Knebl & Ashley Hans Scheirl am 11. Dezember eröffnen kann. Beide werden Österreich bei der nächsten Biennale in Venedig vertreten. Fortgesetzt wird das Programm mit der Schweizer Künstlerin Pamela Rosenkranz, mit Anri Sala und Otobong Nkanga. Sala war bereits für den Sommer 2020 vorgesehen, die Pandemie hat das Ausstellungsprojekt ebenso behindert wie die Präsentation der umfangreichen Sammlung König-Lebschik im Sammlungsschaufenster, die nun nachgeholt wird. Im KUB-Basement, einem neuen Format, werden Arbeiten von Marcel Bascoulard und Lois Weinberger zu sehen sein.

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