Junge Musiker sorgen für begeisterte Juroren

Kultur / 12.03.2021 • 20:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Saxofonistin Ramona Lampert bei ihrem Auftritt beim Landeswettbewerb Prima la musica in Feldkirch. VN/Steurer
Saxofonistin Ramona Lampert bei ihrem Auftritt beim Landeswettbewerb Prima la musica in Feldkirch. VN/Steurer

Prima la musica heißt es heuer unter besonderen Bedingungen.

Feldkirch Kaum Präsenzunterricht, schwierige Bedingungen und ein Wettbewerb, der ganz ohne Publikum, das heißt, auch ohne mitfiebernde Eltern stattfinden muss. Angesichts dieser Faktoren hat Peter Heiler, Leiter des Vorarlberger Musikschulwerks, bereits mitkalkuliert, dass die Zahl der Teilnehmer am Landeswettbewerb Prima la musica heuer sinken wird. Umso überraschter durfte er zur Kenntnis nehmen, dass sich die jungen Musikerinnen und Musiker in Vorarlberg geradezu nach Auftritten sehnen und viel auf sich nehmen, um sie auch absolvieren zu können.

In diesen Tagen finden die Darbietungen in Feldkirch statt. Auf Ankündigungen hat man verzichtet, weil es von Vorteil ist, wenn sie von Außenstehenden unbemerkt ablaufen. Wer nicht zu den Auftretenden oder zum großen Team der Fachjuroren zählt, sollte keinen Grund haben, den Austragungsort, das Landeskonservatorium in Feldkirch, zu betreten. Am Wochenende werden die Preisträgerlisten finalisiert. “Sie sind lang”, bestätigt Heiler, “vor allem bei der Klavier- und Streicherkammermusik haben wir fast nur Weiterleitungen zum Bundeswettbewerb”. Insider wissen es, das ist die Gold-Stufe. Heiler, der erfahrene Experte und Pädagoge, zeigte sich im Gespräch mit den VN nahezu überwältigt, weil er weiß, dass in den letzten Monaten wegen der Pandemie überwiegend online unterrichtet werden musste. “Klangvorstellung und Klangsensibilität kann man online gar nicht lernen.”

Stresstest bestanden

Gerade weil auch ein Ensembleunterricht nur in sehr reduziertem Ausmaß stattfinden konnte, seien die Juroren begeistert von den Leistungen. Peter Heiler berichtet auch von weiteren Herausforderungen, denen sich die Lehrerinnen und Lehrer zu stellen hatten, wenn es etwa galt, nur für ein kurzes gemeinsames Spiel eine Sondergenehmigung einzuholen. Es sei viel privates Engagement eingebracht worden, zeigt sich der Pädagoge erfreut: “Die Musikschulen in Vorarlberg haben den Stresstest bestanden.”

Wettbewerb in zwei Teilen

Grundsätzlich läuft der Landeswettbewerb Prima la musica heuer in zwei Teilen ab. Die 10- bis 19-jährigen Musikerinnen und Musiker sind nun in Feldkirch aufgetreten. Insgesamt waren es rund 180 Teilnehmer. In der Hoffnung, dass die Pandemie-Situation bis dahin entspannter ist, treten die Jüngeren erst Ende Juni vor die Jury.

„Obwohl Präsenzunterricht kaum stattfinden durfte, ist die Zahl der Teilnehmer sehr hoch.“

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