Bleibt Vorarlberg Pilotregion, gibt es auch wieder Konzerte

Kultur / 01.04.2021 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bleibt Vorarlberg Pilotregion, gibt es auch wieder Konzerte
Das Symphonieorchester Vorarlberg unter Emmanuel Tjeknavorian bei den Aufnahmen für das Haydn-Projekt am Karfreitag. SOV/MATHIS

Für ein Karfreitagsprojekt hat sich das Symphonieorchester Vorarlberg mit allen Landesorchestern zusammengetan.

Bregenz Abonnementkonzerte wurden immer wieder geplant, immer wieder verschoben und sie sind nach wie vor nicht möglich, erklärt Sebastian Hazod, Geschäftsführer des Symphonieorchesters Vorarlberg (SOV). Der Grund leuchtet ein, das SOV hat mit rund 1800 Personen so viele Abonnenten, dass ein Auftritt vor den derzeit 100 erlaubten Besuchern einer Veranstaltung mit einem großen Programm nicht möglich ist. Da man, wie Hazod im Gespräch mit den VN betont, den Begriff Wirtschaftlichkeit aber sowieso nicht mehr verwenden kann, will er die Musikfreunde nicht weiter darben lassen. Wenn es dem Bundesland Vorarlberg möglich ist, seinen Status als Pilotregion über den bislang vereinbarten 11. April hinaus zu verlängern, wenn man es also schafft, die Infektionszahlen nicht weiter in die Höhe schnellen zu lassen, dann soll es schon im Frühjahr wieder Konzerte geben. Derzeit wird an einem Programm gearbeitet, das man unter strengen Auflagen, das heißt vor einer streng limitierten Zahl von negativ getesteten und mit FFP2-Masken versehenen Besuchern, offeriert.

Alle Landesorchester gemeinsam

Vor einigen Wochen wurde im Bregenzer Festspielhaus für ein Projekt geprobt, in dessen Genuss das Publikum am Karfreitag kommt. Als “Zeichen der Hoffung” haben sich, wie es heißt, neben dem SOV weitere Landesorchester sowie die Wiener Symphoniker und das RSO Wien zusammengetan und die sieben Sätze sowie Vor- und Nachspiel von Joseph Haydns “Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz” untereinander aufgeteilt. Die Abschnitte wurden jeweils aufgenommen, das daraus entstandene Werk ist am 2. April, 9 Uhr auf ORF III zu sehen und am Abend auf den Online-Kanälen der Orchester abrufbar. Die Aufnahme des Vorarlberger Beitrags, nämlich „Frau, hier siehe deinen Sohn“, hat Emmanuel Tjeknavorian geleitet. Mit dem Künstler, der bereits als Geiger Karriere machte und sich nun mehr und mehr dem Dirigieren widmet, will das SOV weiterhin zusammenarbeiten. Auch heuer sind SOV-Konzerte sowie die Mitwirkung bei einer Opernproduktion im Rahmen der Bregenzer Festspiele geplant. Der Mahler-Zyklus unter der Leitung von Kirill Petrenko wird am 2. und 3. Oktober fortgesetzt.

Das Haydn-Konzert der österreichischen Landesorchester wird am 2. April, 9 Uhr, auf ORF III ausgestrahlt und ist am selben Tag ab 20 Uhr online auf sov.at