Literaturpreis für Vorarlbergerin Lisa Spalt

Kultur / 22.04.2021 • 15:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Literaturpreis für Vorarlbergerin Lisa Spalt
Der Outstanding Artist Award für Literatur wird jährlich an eine Autorin bzw. einen Autor der jüngeren oder mittleren Generation vergeben. OTTO SAXINGER

Im November 2020 wurde Spalt bereits mit dem oberösterreichischen Literaturpreis Floriana ausgezeichnet.

Wien, Bregenz Rechtzeitig zum morgigen Welttag des Buches gibt das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) die Literaturpreisträgerinnen des Jahres 2021 bekannt: Der ungarische Schriftsteller László Krasznahorkai wird mit dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur ausgezeichnet. Der Outstanding Artist Award für Literatur geht an die Vorarlberger Autorin Lisa Spalt.

„Wie Mikroskope richten Lisa Spalts literarische Werke den Blick auf das Funktionieren von Regeln und Narrationen – und immer wieder und vor allem auf die Sprache. Grimms Märchen können dabei ebenso Ausgangspunkt für ihre Wahrnehmungen und literarischen Analysen werden wie herumliegende Plastikpartikel. In ihren komplexen Texten wird aus der individuellen wie auch politischen Frage ‚Wie agieren in dieser Welt?‘ eine immer neu herausfordernde Poetik des Widerstands“, so die Jury bestehend aus Gustav Ernst, Brigitte Schwens-Harrant und Anna Babka.

Der Outstanding Artist Award für Literatur wird jährlich an eine Autorin bzw. einen Autor der jüngeren oder mittleren Generation vergeben, die bzw. der bereits wichtige literarische Veröffentlichungen vorweisen kann. Der Award ist mit 10.000 Euro dotiert. Im November wurde Spalt, die mittlerweile in Linz lebt, mit dem mit 14.000 Euro dotierten oberösterreichischen Literaturpreis Floriana ausgezeichnet. Ihr neuester Roman heißt „Das Institut“. Spalt thematisiert in diesem Werk den Missbrauch der Poesie für antidemokratische Zwecke.

Der Österreichische Kunstpreis für Literatur wird heuer Barbara Hundegger zuerkannt. Der biennal vergebene Österreichische Staatspreis für Literaturkritik geht 2021 an Stefan Gmünder.