Barrierefrei und nun etabliert

Kultur / 04.01.2022 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Galerie Vor-Ort befindet sich in einem Container in Altach.VN/PS
Die Galerie Vor-Ort befindet sich in einem Container in Altach.VN/PS

Die besondere Galerie Vor-Ort in Altach legt erstmals ein dichtes Jahresprogramm auf.

Altach Es war von Anfang an eine ausgezeichnete Idee und sie hatte sich vor allem in der Pandemie bewährt. Mit der Galerie Vor-Ort hatte Verena Leija einen Kunstort gegründet, der im wahrsten Sinne des Wortes niederschwellig ist und damit auch bei weniger Erfahrenen keine Scheu erzeugt. Schwellen sind nämlich keine vorhanden, die Galerie besteht aus einem Container, und alle Künstlerinnen und Künstler, die dort ausstellen, stehen vor der Herausforderung, eine Arbeit zu konzipieren, die über insgesamt drei Fenster einsehbar ist bzw. sich beim Blick von außen erklärt. Damit war die Auseinandersetzung mit zeitgenössischem Kunstschaffen in den letzten Monaten auch dann möglich, wenn Veranstaltungen und Ausstellungen verboten waren. Auch wenn die Lockdownverordner mittlerweile gelernt haben, dass Ausstellungsbesuche absolut kontaktfrei ablaufen, bleibt die Galerie Vor-Ort aber weiterhin ein besonderer Ort.

Installationen

Der Künstler und Kunstvermittler Roland Adlassnig ist mittlerweile ebenfalls für das Programm zuständig und hat die Bühnenbildnerin Caro Stark dazu eingeladen, eine bildnerische Arbeit zu entwerfen. Stark hat sich unter anderem mit Ausstattungen für das Theater Unpop und das Theater Kosmos bekannt gemacht und in Linz neben bzw. vor ihrer Ausbildung für das Genre, in dem sie nun tätig ist, auch Bildhauerei studiert. „Es wird eine Installation sein, die vor Ort entsteht“, lässt sie wissen.

Das Ausstellungsjahr beginnt mit der bekannten Vorarlberger Textildesignerin Selina Reiterer, die sich gerne auf neue Technologien in der Textilerzeugung einlässt und bis April mit Objekten vertreten sein wird. Nach Caro Stark hat der Feldkircher Alois Galehr seinen Auftritt, der zuletzt durch Wiederverwertung von Weggeworfenem vielschichtige Installationen schuf. Mit Werner Tiefenthaler tritt ein Steinbildhauer auf.

„Die Arbeit wird auf den Ort zugeschnitten und theatral, weil das meine Sprache ist.“

Die Bühnenbildnerin Caro Stark (im Bild ist eine ihrer Arbeiten im Alten Hallenbad) zeigt heuer, dass sie von der Bildhauerei kommt. stark
Die Bühnenbildnerin Caro Stark (im Bild ist eine ihrer Arbeiten im Alten Hallenbad) zeigt heuer, dass sie von der Bildhauerei kommt. stark

Galerie Vor-Ort 2022

Selina Reiterer

8. Jänner bis 7. April

Caro Stark

9. April bis 7. Juli

Alois Galehr

9. Juli bis 30.September

Werner Tiefenthaler

1. Oktober bis 6. Jänner

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