Der Wegbereiter für schwarze Leinwandstars

Kultur / 07.01.2022 • 20:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sidney Poitier mit deutschen Fans bei den Filmfestspielen des Jahres 1964 in Berlin. Im selben Jahr erhielt er den Oscar als bester Schauspieler. AP
Sidney Poitier mit deutschen Fans bei den Filmfestspielen des Jahres 1964 in Berlin. Im selben Jahr erhielt er den Oscar als bester Schauspieler. AP

Exzellenter Schauspieler und Hollywoodlegende Sydney Poitier gestorben.

Los angeles Er war eine Hollywoodlegende, auch schon bevor er 1964 für “Lilien auf dem Felde” als erster schwarzer Schauspieler den Oscar für den besten Hauptdarsteller gewann: Sydney Poitier. Nun ist der Künstler im Alter von 94 Jahren verstorben. Der 1927 in Miami geborene Poitier wuchs in ärmsten Verhältnissen auf und wurde 1974 von der britischen Queen zum Ritter geschlagen. Der damalige US-Präsident Barack Obama verlieh ihm 2009 die “Presidential Medal of Freedom”, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Vor allem aber war Poitiers größtes Verdienst, zu einer Zeit als Darsteller erfolgreich zu sein, als dies in Hauptrollen für schwarze Menschen noch alles andere als üblich war.

Mit seiner Filmografie, zu der Klassiker wie “Flucht in Ketten”, “Rat mal, wer zum Essen kommt” und “In der Hitze der Nacht” gehören, wurde er zum Vorbild für eine nachfolgende Generation dunkelhäutiger Darsteller. Als Poitier 2002 einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk entgegennahm, zollten die Galagäste minutenlang tobenden Applaus. Mit 22 Jahren sei er nach Hollywood gekommen, um eine Reise anzutreten, die damals “fast unmöglich” erschien, sagte Poitier in seiner denkwürdigen Ansprache.

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