Konzerte in Vorarlberg: Absagen oder Auflagen verschärfen

Kultur / 07.01.2022 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Konzerte in Vorarlberg: Absagen oder Auflagen verschärfen
Das Symphonieorchester Vorarlberg tritt am 15. und 16. Jänner unter der Leitung von Leo McFall auf. SOV/Mathis

Im Vorarlberger Konzertkalender finden Änderungen statt, das Symphonieorchester wird auftreten.

Feldkirch, Bregenz Seit Wochen gelten in Vorarlberg striktere Besucherbeschränkungen als in anderen österreichischen Bundesländern. Zuletzt wurde es bei den traditionellen Silvester- und Neujahrskonzerten des Jugendsinfonieorchesters Dornbirn und des ebenso mit vielen Kindern und Jugendlichen besetzten tonart-Sinfonieorchesters in Götzis sichtbar, dass hierzulande bei Veranstaltungen nur jeweils 500 Besucher zugelassen sind. Diese mussten selbstverständlich geimpft oder genesen sein. Diese Auflage läuft am 9. Jänner aus und wird, wie Winfried Nussbaummüller, der Leiter der Kulturabteilung im Amt der Vorarlberger Landesregierung, den VN bestätigte, nicht verlängert. Somit sind bis zu tausend Besucher zugelassen, wobei bei Überschreitung der 500er-Marke die 2G plus-Regelung gilt.

Die Chorakademie Vorarlberg konnte zuletzt im März 2020 auftreten und hat die aktuellen Vorhaben abgesagt bzw. wird die Konzerte verschieben. <span class="copyright">JU</span><br><p class="caption">
Die Chorakademie Vorarlberg konnte zuletzt im März 2020 auftreten und hat die aktuellen Vorhaben abgesagt bzw. wird die Konzerte verschieben. JU

Chorakademie sagt Auftritt ab

Für Amateurchöre, also Ensembles mit ausgebildeten Sängerinnen und Sängern, die sich neben ihren Berufen musikalisch betätigen, werden die Proben allerdings zunehmend belastend. Darauf hat nun der Vorstand der Chorakademie Vorarlberg reagiert und die für 22. und 23. Jänner geplanten Aufführungen des Requiems von Joseph Eybler unter Markus Landerer abgesagt. Angesichts der Tatsache, dass sich die Virusvariante Omikron rasant ausbreitet und gemeinsames Singen eine Gefahr darstellt, wolle man mit dieser Maßnahme zur Kontaktbeschränkung beitragen und die Konzerte auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Der letzte Auftritt der Chorakademie erfolgte Anfang März 2020. Damals war von Corona zwar schon die Rede, aber das Ereignis ging sich gerade noch aus.

SOV unter Leo McFall

Das Symphonieorchester Vorarlberg hat am nächsten Wochenende Auftritte im Festspielhaus Bregenz und im Montforthaus Feldkirch geplant. Mit der deutschen Komponistin Emilie Mayer (1812-1883) erwartet das Publikum bei den Konzerten am 15. und 16. Jänner eine Wiederentdeckung. Auf dem Programm stehen zudem weniger bekannte Werke von Antonín Dvořák. Am Pult steht Chefdirigent Leo McFall, der die Dvořák-Melodien als „feine, innige Stücke – jedes von ihnen ganz anders gestaltet und eine kleine Welt für sich“ schätzt. SOV-Geschäftsführer Sebastian Hazod geht davon aus, dass das Konzertpublikum die Auflagen (geimpft oder genesen und ein zusätzlicher PCR-Test) akzeptiert, die beispielsweise in der Bundeshauptstadt bei über 500 Besuchern längst gang und gäbe sind.

Von dort aus starten auch die Wiener Symphoniker eine Österreich-Tournee. Die Konzerte unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada mit Werken von Korngold, Haydn und Mussorgski stehen unverändert auf dem Orchesterprogramm, der Auftritt in Bregenz ist für 21. Jänner geplant. VN-cd

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