Gräve bleibt bis 2028 Intendantin des Landestheaters

Kultur / 16.01.2022 • 19:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gräve bleibt bis 2028 Intendantin des Landestheaters
Stephanie Gräve bleibt bis 2028 Intendantin des Landestheaters, Kuges-Chef Werner Döring bleibt bis 2023. VN/Steurer

Der Intendantinnenvertrag wird verlängert, der Umbau des Kornmarkttheaters verzögert sich, Veränderungen in der Kuges stehen an.

Bregenz Im Frühjahr 2017, zwei Jahre vor Ablaufen des Vertrags, legte Alexander Kubelka die Leitung des Vorarlberger Landestheaters zurück. Im Sommer erfolgte die Ausschreibung der Stelle, im Spätherbst wurde die deutsche Theaterwissenschaftlerin Stephanie Gräve (geb. 1968) zur Intendantin bestellt, im September 2018 begann ihre erste Spielzeit in Bregenz. Eineinhalb Jahre später kam Corona, um sich zu profilieren, blieb ihr somit bislang kaum Zeit, eine Diskussion um die Verlängerung des Fünfjahresvertrags entflammte dennoch. Allerdings wurde sie, geschürt von der Diskussion über die Gebäudesanierung, in der Öffentlichkeit stärker thematisiert als in der Kulturhäuser Betriebsgesellschaft (Kuges) selbst, wo es die Vereinbarung gibt, dass die Tatsachen zwölf Monate vor Vertragsablauf ausgehandelt werden. Im Fall von Stephanie Gräve wäre das der Herbst 2022.

<p class="caption">Der Umbau des Kornmarkttheaters (neben Kunsthaus und Vorarlberg Museum) verzögert sich bis ins Jahr 2024. <span class="copyright">VN/Steurer</span></p>

Der Umbau des Kornmarkttheaters (neben Kunsthaus und Vorarlberg Museum) verzögert sich bis ins Jahr 2024. VN/Steurer

Wohl auch um für wesentliche Themen, nämlich für die Umbauten am Kornmarkt, Raum zu schaffen, kam die Verlängerung schon kurz vor Weihnachten auf den Tisch und wurde nun vonseiten der Kuges bestätigt: Stephanie Gräve ist bis Sommer 2028 Intendantin des Vorarlberger Landestheaters.

Sanierung verzögert sich

Weil die Pandemie mit einem weiteren Lockdown im November und Dezember und Besucherbeschränkungen und Infektionen im künstlerischen Team den aktuellen Spielplan ordentlich durcheinander gerüttelt hat, wird die Intendantin einiges zu tun haben, um ihre Vorhaben durchziehen zu können. Vor allem wird sie für jene Zeit Pläne erarbeiten, in der dem Landestheater das Haus mit den zwei Bühnen am Kornmarkt nicht zur Verfügung steht. Das wird zwar später sein als bis zuletzt angekündigt, länger als bis zum Jahr 2024 ist die notwendig gewordene Sanierung aber nicht mehr aufschiebbar.

Personelle Veränderung

Bis dahin wird es zudem zu weiteren Veränderungen im Management der Kuges kommen. Kunsthaus-Direktor Thomas D. Trummer ist im Jahr 2015 nach Vorarlberg gekommen, sein Fünfjahresvertrag wurde bereits einmal verlängert, er ist somit in der zweiten Funktionsperiode tätigt, die bis 2025 läuft. Andreas Rudigier wurde im Jahr 2011 zum Direktor des Vorarlberg Museums bestellt, der Vertrag wurde mittlerweile bereits zwei Mal verlängert.

In wenigen Jahren wird allerdings auch die Neubesetzung der Geschäftsführung der Kulturhäuser Betriebsgesellschaft anstehen, der das Landestheater, das Kunsthaus und das Vorarlberg Museum angehören. Werner Döring, der mehrere Reformen in der GmbH-Struktur herbeigeführt hat, die zu Beginn zu erheblichen Kompetenzkonflikten führte, ist seit 2011 im Amt und ermöglichte den jeweiligen Leitern der Häuser ein erfolgreiches Agieren. Er wird in knapp zwei Jahren die Pension antreten.