Sie hat der Kunst eine neue Dimension gegeben

Kultur / 30.01.2022 • 20:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Brigitte Kowanz im Gespräch auf der Biennale in Venedig.Vn/cd
Brigitte Kowanz im Gespräch auf der Biennale in Venedig.Vn/cd

Die Lichtkünstlerin Brigitte Kowanz ist 64-jährig gestorben.

Wien, Bürs „Ihre Bedeutung für die zeitgenössische Medien- und Konzeptkunst kann nicht hoch genug bewertet werden“, erklärten Christa und Wolfgang Häusler am Sonntagabend nach dem Bekanntwerden, dass die österreichische Künstlerin Brigitte Kowanz im Alter von 64 Jahren verstorben ist. Das in München und Zürich ansässige Unternehmen der beiden Vorarlberger Kunstexperten hatte Kowanz vertreten, darunter auch bei ihrem Auftritt im Jahr 2007 bei der Biennale in Venedig.

In Vorarlberg ist Kowanz seit Jahrzehnten mit einem Kunst-am-Bau-Projekt beim Lünerseepark in Bürs präsent. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählten die Installation „Lichtkreise“ auf der „Libelle“ genannten Aufbau auf dem Dach des Leopold Museums in Wien. Oft wurde die Künstlerin als „Botschafterin des Lichts“ bezeichnet. 2018 wurde sie mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnet. Kowanz widmete sich seit den 1980er-Jahren dem ästhetischen Primat „Licht-Kunst mit Kunst-Licht“. In der Auseinandersetzung mit der allgegenwärtigen Beleuchtung, mit Licht-Information, Leuchtstoffröhren und Monitoren, wurde sie zu einer der bekanntesten Lichtkünstlerinnen.

2009 wurde sie mit dem Großen Österreichischen Staatspreis gewürdigt. Kowanz schaffe nicht nur „Malerei aus Licht und Schatten“, sondern mache auch „das Licht als Sichtbarkeitsmacher selbst sichtbar“, umriss der ehemalige mumok-Direktor Edelbert Köb ihr Werk anlässlich der Staatspreis-Verleihung. Kowanz studierte an der Universität für angewandte Kunst. Von 1997 bis 2021 hatte sie dort eine Professur inne. „Sie hat der Kunst eine neue Dimension gegeben“, würdigte Kunststaatssekretärin Andrea Mayer das Schaffen von Brigitte Kowanz.

Kunst am Bau von Brigitte Kowanz beim Lünerseepark in Bürs. vol
Kunst am Bau von Brigitte Kowanz beim Lünerseepark in Bürs. vol

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