Editha Fetz will ein Juwel für das Publikum öffnen

Kultur / 22.06.2022 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Die Geigerin und Pädagogin Editha Fetz ist auch in mehreren Ensembles tätig, etwa als Konzertmeisterin der Kammerphilharmonie Bodensee. <span class="copyright">Fasching</span></p>

Die Geigerin und Pädagogin Editha Fetz ist auch in mehreren Ensembles tätig, etwa als Konzertmeisterin der Kammerphilharmonie Bodensee. Fasching

Editha Fetz initiiert ein neues Veranstaltungsformat im Kloster Gwiggen.

Hohenweiler Wenn Editha Fetz vom Kloster Gwiggen spricht, gerät sie ins Schwärmen. Die Akustik in der Kirche sei fantastisch, der Ort selbst ein wunderschöner Ruhepol. Kurz: Viele Menschen wissen gar nicht, welch ein Juwel es im Leiblachtal gibt. Schon vor einem guten Jahr war die Geigerin und Pädagogin mit Äbtissin Maria Hildegard Brem im Gespräch, wollte hier initiativ werden und eine Konzertserie starten. Corona hat den Beginn verzögert, danach wollte man nicht unbedingt unter Auflagen ins Kloster laden bzw. Rücksicht auf die dort lebenden Schwestern nehmen, deshalb erfolgt der Start am 3. Juli in der Klosterkirche.

Auch ein neues Ensemble

Doch nicht nur das, mit dem Ensemble Concerto Lago Costanza hat sie ein Kammerorchester gegründet, dessen Mitglieder sich aus Musikerinnen und Musikern der Camerata Bern, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, des renommierten Concentus Musicus Wien, in dem Fetz selbst wirkte, und aus Absolventinnen des Landeskonservatoriums in Feldkirch zusammensetzen. Letzteres ist Editha Fetz ein besonderes Anliegen. Es gibt hervorragende junge Instrumentalisten, die hier nicht nur eine Auftrittsmöglichkeit erhalten, sondern auch mit erfahreneren Kolleginnen und Kollegen arbeiten können, betont sie im Gespräch mit den VN. Fetz ist bereits seit Jahren Professorin für Violine und Kammermusik in Feldkirch und hatte zudem einen Lehrauftrag an der Musikhochschule in Trossingen.

Auf dem ersten Programm stehen die “Alten Tänze” und die Vertonung “Il tramonto” von Ottorino Respighi mit der Sopranistin Sabine Winter, sowie die Serenade für Streicher von Ermanno Wolf-Ferrari. Es dirigiert Marc Kissóczy, der verschiedene Ensembles leitet und unter anderem an der Hochschule für Künste in Zürich unterrichtet.

<p class="caption">Am 3. Juli findet das erste Konzert statt, im Herbst sollen weitere im Kloster Gwiggen in Hohenweiler folgen. <span class="copyright">Kloster</span></p><p class="caption">

Am 3. Juli findet das erste Konzert statt, im Herbst sollen weitere im Kloster Gwiggen in Hohenweiler folgen. Kloster

Schon im Herbst sind weitere Konzerte geplant, darunter mit einem Barockprogramm. Editha Fetz denkt auch an Veranstaltungen im Klostergarten und in weiteren großartigen Räumlichkeiten des Gebäudes.

Erstes Konzert am 3. Juli, 19.30 Uhr, in der Kirche des Klosters Gwiggen in Hohenweiler mit dem Ensemble Lago di Costanza und Sabine Winter.