Vom intensiven Leben eines Weltstars

Kultur / 22.06.2022 • 18:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Film sind viele Liveauftritte zu sehen, die die Kinozuschauer in ihren Sitzen  wippen lassen dürften. ap
Im Film sind viele Liveauftritte zu sehen, die die Kinozuschauer in ihren Sitzen  wippen lassen dürften. ap

„Elvis“: Bombastisch-fantastische Filmbiografie über den King of Rock‘n‘Roll.

biografie Schwindelerregende Bilder, ein sagenhafter Soundtrack und viel Melodrama: Die Filmbiografie „Elvis“ gibt Einblicke in das Leben des King of Rock ‚n‘ Roll. Regisseur ist Baz Luhrmann („Moulin Rouge“), der auf sein bewährtes Mittel der bombastischen Inszenierung setzt, um das intensive Leben eines der erfolgreichsten Musikstars aller Zeiten zu erzählen. Es ist ein wilder Ritt mit schnellen Szenenwechseln, grellen Farben, bisweilen auch mit Split Screens, den Luhrmann hier auspackt. Das wirkt wie eine Las-Vegas-Show, worauf man sich einlassen muss, um mit einem atemlosen Spektakel belohnt zu werden. Erzählt wird die Geschichte von Elvis Presley (1935-1977) aus der Sicht seines fiesen Managers, für den Luhrmann Tom Hanks gewinnen konnte. Der Musiker selbst wird verkörpert von Austin Butler.

Jahrmarktattraktion

Nicht immer, aber für längere Zeit hatten Manager Tom Parker und Elvis Presley ein schwieriges Verhältnis. Parker, der über 20 Jahre für den Superstar arbeitete, bereicherte sich übermäßig am Gewinn und motivierte Elvis zu erschöpfend vielen Auftritten. Er bezeichnet Elvis im Film als „Jahrmarktattraktion“ und verhindert, dass der Sänger im Ausland Konzerte gibt – weil Parker selbst wegen einer falschen Identität, die er angenommen hatte, die USA nicht verlassen durfte.

Doch er sieht auch früh das Potenzial des Musikers – und holt, so könnte man es interpretieren, das künstlerisch Beste aus ihm heraus. In über zweieinhalb Stunden wird das Leben des Musikers in Erinnerung gebracht, darunter seine Kindheit. Vor allem aber geht es in „Elvis“ um die Musik. Viele Liveauftritte sind zu sehen, die die Kinozuschauer in ihren Sitzen zu Hits wie „Heartbreak Hotel“ oder „Hound Doug“ wippen lassen dürften.

Beim Filmfestival in Cannes erhielt die Weltpremiere des Films im Mai den wohl längsten Applaus. Auch Elvis‘ Familie – seine einstige Ehefrau Priscilla, Tochter Lisa Marie und Enkelin Riley Keough – äußerte sich begeistert über den Film. Nun sind die Kinogeher an der Reihe.

Elvis

Regie Baz Luhrmann

Darsteller Austin Butler, Tom Hanks, Olivia DeJonge, Dacre Montgomery, Natasha Bassett

Start 22. Juni