Klassiker der Horrorliteratur mit Humor auf die Bühne gebracht

Kultur / 26.07.2022 • 19:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Wer ist Monster und wer ist Mensch? Und: Was genau macht uns zu Menschen?“ Diese Frage stellt sich das Ensemble der Poligonale mit dem Stück „Frankenstein“. VN/Stiplovsek
„Wer ist Monster und wer ist Mensch? Und: Was genau macht uns zu Menschen?“ Diese Frage stellt sich das Ensemble der Poligonale mit dem Stück „Frankenstein“. VN/Stiplovsek

Hohenems Frankensteins Monster, die namenlose Kreatur aus Mary Shelleys Romanklassiker, ist eine zeitlose Erfindung – und doch sind künstlich geschaffene Wesen mit menschlichem Äußeren gegenwärtiger als je zuvor. Höchste Zeit also, sich diese Geschichte noch einmal genau anzusehen. Wenn auch in unerwarteter Weise: Neben Katrin Jaehne und Guylaine Hemmer, die ohne Worte mit furiosen Slapstick-Einlagen Frankenstein und seine Kreatur spielen, steht bei der Poligonale auch ein Eisbär auf der Bühne, live getracked via Motion Capture, der gemeinsam mit dem Musiker Bernd Satzinger Frankenstein musikalisch und tänzerisch in Szene setzt. Regie führt Autor Thomas Welte. Sein derzeitiges „Steckenpferd“ ist die Verknüpfung der Digitalisierung unserer modernen Welt mit der alten Welt des Theaters. Und was eignet sich hier besser als Frankenstein. „Ein Monster, das wir erschaffen haben, welches sich selbständig macht und sich immer mehr außerhalb unserer Kontrolle bewegt, sodass der Unterschied zwischen Mensch und Maschine verschwimmt und nicht mehr greifbar wird“, erklärt Welte die Idee zu seiner Inszenierung.

Termine: 27./29./31. Juli, sowie 3./5./7./10./12./13./14. August 2022, ca. 20:30, Volkschule Markt, Kirchplatz 3, Hohenems