Poesie mit beeindruckendem Panorama 

Kultur / 26.07.2022 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ines Strohmaier organisiert auch Dichterwettstreite für die Vereine Allgäu-Slam und Ländle Slam. <br><span class="copyright">Kamila Bösch</span>
Ines Strohmaier organisiert auch Dichterwettstreite für die Vereine Allgäu-Slam und Ländle Slam.
Kamila Bösch

Slam-Poeten zu Gast beim Dichterwettstreit im Kleinwalsertal.

Riezlern Die bekannte Poetry-Slammerin, Autorin und Performance-Künstlerin aus dem Kleinwalsertal, Ines Strohmaier, lädt zum ersten Poetry Slam auf der Kanzelwand.

Sie selbst steht schon seit 2017 auf der Bühne, damals war die junge Künstlerin erst 15 Jahre alt. Heute organisiert sie auch Dichterwettstreite für die Vereine Allgäu-Slam und Ländle Slam. „Bei der Kuratierung war es mir wichtig, eine möglichst große Vielfalt auf die Bühne zu bringen“, sagt die Organisatorin. Mit dabei sind daher überregionale Poeten aus Deutschland wie Marius Loy, Max Osswald, Marvin Suckut und Lisa Milena Horn und eine Künstlerin aus der Schweiz, Nadine Studer. Für Vorarlberg nimmt der Bregenzer Samuel Basil Rhomberg teil, der unter anderem auch für die diesjährige Vorarlberger Poetry-Slam-Meisterschaft nominiert ist. Mit ihrem Konzept will Ines Strohmaier eine inspirierende Atmosphäre schaffen, in der sich Menschen gegenseitig Denkanstöße geben können. 

<span class="copyright">Fabian Fischer</span>
Fabian Fischer

Bei der Auswahl der vorgetragenen Texte sind die Dichterinnen und Dichter ganz frei. Wichtig ist nur, dass die Vortragezeit der selbst verfassten Texte nicht länger als sechs Minuten dauern darf, die Verwendung von Requisiten verboten ist und nur maximal 50 Prozent des Auftritts gesungen werden darf. Strohmaier, die neben der Kuratierung und der Organisation auch die Moderation übernimmt, erläutert dazu: „Das Faszinierendste ist die Vielfalt, weil einem wirklich alles begegnen kann. Von Lyrik über Prosa bis hin zu Rap und Comedy kann alles dabei sein.“ Die Rolle der Jury wird anschließend vom Publikum übernommen, das entscheidet, wer in die zweite, finale Runde kommt und wer schließlich den Sieg mit nach Hause nimmt. Für Slam-Poet Max Osswald steht jedoch keineswegs der Wettbewerbsgedanke im Fokus: „Ein Poetry-Slam ist immer eine Ensembleleistung. Er wird erst dann rund, wenn man verschiedenste Texte an einem Abend vereint.“ Osswald reizt an diesem Format vor allem die Vielfältigkeit: „Man kann einfach alles versuchen. Das Format ist so frei, zugänglich und offen für Experimente. Ich kann mich beim Schreiben austoben und das Format bietet dem Ganzen eine Bühne.“ 

Die Kanzelwand ist zum ersten Mal Austragungsort für die Dichterwettstreite und bei der Organisatorin ist die Vorfreude dementsprechend groß. „Poesie und Berge, was will man mehr?“ Valentina Pisoni

29. Juli 2022, Terrasse der Kanzelwand-Bergstation, von 16 bis 20 Uhr

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Christian Hirschmann